Dichtes Gedränge an der sogenannten Bierstraße. Hier feierten am vergangenen Wochenende Hunderte Urlauber aus Deutschland. Foto: dpa/Michael Wrobel

Die Maskenpflicht hat Mallorca schon verschärft, doch das, so teilte es die Regionalregierung mit, hatte nichts mit den unverantwortlichen Feiern deutscher und englischer Touristen vom vergangenen Wochenende zu tun, als hunderte betrunkene Urlauber ohne Abstand und Maske miteinander tanzten. Maßnahmen gegen den Sauftourismus, dass stellte Tourismusminister Iago Negueruela nun klar, würden jetzt extra getroffen. 

Man werde „nicht zulassen, dass das Image der Balearen in den Herkunftsmärkten beeinträchtigt“ werde, erklärte der Minister. Zur Rechenschaft gezogen werden, sollen offenbar zunächst Lokalbetreiber: Wer so ein Treiben zulasse, müsse in Zukunft damit rechnen, dass die Bar oder das Restaurant geschlossen werde, verkündete er nach einer Dringlichkeitssitzung mit Vertretern des Hotel- und Gastgewerbes. Eine solche Sperre könnte drei Jahre andauern und auch dann weiter gelten, wenn der Besitzer wechselt, berichtet das „Mallorca Magazin“.

Kaum Abstand, keine Masken: Deutsche Urlauber auf Mallorca. Foto: dpa/Clara Margais

Auch anderweitig werde man konsequenter agieren, um Zustände wie am vergangenen Wochenende zu verhindern. Wie die „Diario de Mallorca“ berichtet, werde aber darüber nachgedacht, einzelne Straßenzüge an der Playa de Palma wie die Bierstraße oder die Punta Ballena in Magaluf zu sperren. 

Wie nötig diese Beschlüsse offenbar sind, um Urlauber daran zu erinnern, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist, zeigt ein Fall vom Montag. Da wurde ein 43-Jähriger an der Playa de Palma festgenommen, weil er betrunken und ohne Maske mehrere Bars und Restaurants aufgesucht und dort Mitarbeitern ins Gesicht gehustet haben soll.