Corona-Test-Station im Flughafen Berlin. Wer aus Risikogebieten kommt, kann sich kostenlos testen lassen. Foto: imago images/Bernd Friedel

Jeder fünfte Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten gibt falsche Daten an. Wie der „Spiegel“ am Sonntag unter Berufung auf eine interne Statistik der Bundespolizei berichtete, wurden seit der Einführung der Meldepflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten bei fast 20 Prozent aller Reisenden Ungereimtheiten festgestellt.

Wer aus Risikogebieten zurückkehrt, muss sich zunächst 10 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Es besteht zudem die Verpflichtung, das zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren. Die 10 Tage können verkürzt werden, wenn die Reiserückkehrer einen negativen Corona-Test vorweisen können, der frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise gemacht wurde.

Bei Stichproben auf den großen deutschen Flughäfen kontrollierte die Bundespolizei seit Anfang November demnach rund 15.150 Reisende. In fast 3000 Fällen seien die eingetragenen Daten teilweise oder komplett falsch gewesen. Mal seien Fantasienamen eingetragen, oft seien auch falsche Adressen und Telefonnummern angegeben worden.

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Die Bundespolizisten, die an den Flughäfen die elektronischen Meldungen bei der Einreise stichprobenartig kontrollieren, können die Korrektheit der Daten demnach nicht überprüfen. „Die Bundespolizei hat keinen Zugriff auf die elektronischen Einreisedaten der Reisenden“, sagte eine Sprecherin der Behörde dem Nachrichtenmagazin. Stattdessen könnten die Beamten lediglich per Vergleich mit dem Pass kontrollieren, ob Vor- und Zuname und das Geburtsdatum korrekt eingetragen wurden