Sängerin Janet Jackson tritt bei der Einweihungszeremonie der Rock & Roll Hall of Fame im Barclays Center auf. Evan Agostini/Invision/AP/dpa

Seit fast 40 Jahren hält sich hartnäckig das Gerücht, dass sie der Welt ein Kind verheimlich hatte. Genauer gesagt soll Janet Jackson am Ende ihrer einjährigen Ehe mit James DeBarge schwanger geworden und das Baby nach der Geburt Schwester Rebbie oder Bruder Jackie überlassen haben. Das dementiert die Sängerin jetzt in ihrer neuen Dokumentation des Kabelsenders „A & E“, nachdem sie jahrelang über das Thema geschwiegen hatte: „Ich hätte niemals ein Kind von James fernhalten können. Wer würde einem Vater das Kind vorenthalten? Ich könnte das niemals, weil es nicht richtig wäre!“

Grund für die Gerüchte waren, dass die damals 18-Jährige während der Dreharbeiten zu der Serie „Fame“ an Gewicht zugenommen hatte. Die wahren Gründe dafür: „Ich habe damals angefangen, die Pille zu nehmen. Das hat damals dazu geführt, dass ich plötzlich einiges an Pfunden zulegte und meine Co-Stars fragten ‚Bist du schwanger?‘ So wurde die ganze Sache losgetreten.“

Janet Jackson schwieg jahrelang

Jackson entschied sich, öffentlich nichts zu dem Thema zu sagen. Auch als sich die Gerüchte hielten und immer wieder neu aufkochten. Insbesondere als sie einmal zusammen mit ihrem Bruder Jackie und dessen Tochter Brandy fotografiert wurde. Später hieß es dann, dass Bruder Randys Tochter Stevanna in Wirklichkeit ihr Kind sei – „weil sie mir für eine Zeitlang als Kind sehr ähnlich sah.“

Dass sie ihre Ehe mit DeBarge nach einem Jahr annullieren ließ, lag am Drogenkonsum ihres Ehemanns. Der Musiker hatte sie sogar in der Hochzeitsnacht 1984 im Hotelzimmer sitzen lassen, um sich Drogen zu besorgen: „Ich saß im Hochzeitskleid in der Suite in Grand Rapids in Michigan und habe drei Stunden auf ihn gewartet. Er ist die ganze Nacht nicht mehr zurückgekommen.“

In den nächsten Monaten sei sie nachts immer wieder durch die Straßen geirrt, um ihren Junkie-Mann zu finden: „Ich habe ein Paar Mal seine Pillen gefunden und wollte sie in der Toilette runterspülen. Wir haben uns dann auf dem Boden gewälzt und uns darum gerissen“.

Janet macht sich selbst im Nachhinein keine Vorwürfe, dass sie einen Mann geheiratet hatte, von dessen Problemen sie wusste: „Ich war damals einfach total unschuldig. Und das Problem war, dass ein anderer diese Unschuld ausgenutzt hat. Das tut mir bis heute noch weh!“