Der Strom aus Lava und Asche des Stromboli floss ins Meer (Archivbild).
Der Strom aus Lava und Asche des Stromboli floss ins Meer (Archivbild). Imago/robertharding

Es sind faszinierende Bilder vom Vulkan Stromboli, die derzeit die Runde machen. Am Wochenende gab es erneut starke Aktivitäten an dem berüchtigten Vulkan auf der nach ihm benannten Insel im Mittelmeer gegeben. Nach einem Beben rauschte ein massiver Strom aus Lava und Asche ins Meer!

Ein Video, das der italienische Meteorologe Mario Picazo teilte, zeigte den Abgang und eine anschließende Welle. „Beeindruckende Bilder eines pyroklastischen Stroms, der von der Sciara del Fuoco des Vulkans Stromboli erzeugt wird. Der Ausbruch hat die Bildung eines 1,5 Meter hohen Tsunamis verursacht“, schrieb der Wetterforscher. 

Der italienische Zivilschutz hat nach den jüngsten Vulkanaktivitäten auf der Insel Stromboli die Warnstufe erhöht. Die Behörde habe den zweithöchsten Alarm „orange“ ausgegeben, wurde am Montag mitgeteilt. Damit können die Experten den Stromboli genauer überwachen. Die Bevölkerung sei angehalten, den Anweisungen des örtlichen Zivilschutzes auf der Vulkaninsel nördlich von Sizilien zu folgen.

Pyroklastischer Strom entstand nach Seebeben südlich der Insel

Der Abbruch des Kraterteils passierte am Sonntag nachdem sich südlich von Stromboli ein Seebeben der Stärke 4,6 ereignet hatte, wie das Nationale Institut für Geologie und Vulkanologie (INGV) mitteilte. Aus dem Stromboli ergossen sich danach Asche und Lava, die an den steilen Hängen bis ins Meer rauschten.

Der Zivilschutz warnte vor einer 1,5 Meter hohen Welle, und die Behörden auf der Insel machten die Bevölkerung mit Alarmsirenen darauf aufmerksam. Schäden wurden danach allerdings nicht registriert.

Der mehr als 920 Meter hohe Stromboli ist ein sehr aktiver Vulkan und bricht regelmäßig aus. Viele Touristen fahren jedes Jahr vom Festland oder von Sizilien über das Meer zum Stromboli, um sich das nicht ganz ungefährliche Naturspektakel anzusehen.