Lauren Banks mit ihrem kleinen Baby im Krankenhaus. Facebook/Lauren Banks

Nein, diesen Fall hat sich niemand ausgedacht, er ist wirklich passiert: Lauren Banks hatte sich in der vergangenen Woche von ihrem Ehemann zum Krankenhaus bringen lassen, weil ihre Wehen eingesetzten. Doch die Ärzte im Carolina East Medical Center von New Bern (North Carolina) weigerten sich, die Hochschwangere einweisen zu lassen – und schickten sie wieder weg. Mit den Worten: „Sie sind noch nicht so weit!“ Zwölf Minuten später kam das Baby auf dem Vordersitz ihres Autos zur Welt.

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Kind kam im Auto zur Welt

Banks hatte den diensthabenden Arzt angefleht, sie dazubehalten, weil es bei ihrem ersten Kind auch sehr schnell gegangen war. Doch der verwies darauf, dass er anhand des nur vier Zentimeter geweiteten Muttermunds keinen Anlass sah, ihr einen Platz auf der Geburtsstation zuzuweisen – „weil sie schon fast voll waren“.

Ihr Ehemann Steve schob seine weinende Frau, die von schmerzhaften Wehen heimgesucht wurde, im Rollstuhl zurück zum Parkplatz. Banks zum TV-Sender WITN: „Wir wollten zu einem 15 Minuten entfernten Krankenhaus fahren. Doch nach drei Minuten platzte meine Fruchtblase. Als Steve rechts ranfuhr, spürte ich schon den Kopf meines Babys herauskommen.“

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Lauren und Steve Banks vor der Geburt des Babys. Facebook

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Ehemann Steve rief per Handy den 911-Notruf. Mithilfe der Beamten in der Feuerwehr-Zentrale schaffte es der werdende Vater, die Geburt selbst durchzuführen: „Meine Frau saß auf dem Vordersitz und ich habe alles getan, was ich konnte. Als mein Sohn draußen war, war er bläulich angelaufen und gab keinen Ton von sich.“

Zum Glück traf in dieser Sekunde der Rettungswagen mit einem Notarzt ein, der sich sofort um das Neugeborene kümmerte. Durch ein kurzes Absaugen des Schleims bekam der Kleine wieder Luft und brüllte los.

Die Krankenschwester in der Klinik wurde blass

Die Mutter landete mitsamt Söhnchen Truett wieder im Krankenhaus, was sie abgewiesen hatte: „Die Krankenschwester in der Aufnahme wurde blass, als sie mich sah. Als hätte sie ein Gespenst gesehen.“

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Die Banks’ erwägen eine Klage gegen das Carolina East Medical Center, das jede Schuld von sich weist. Ein Sprecher: „Wie haben nach Vorschrift gehandelt. Babys kooperieren leider nicht immer mit unseren Erwartungen.“ Steve Banks ist noch immer wütend: „Sie haben sich nicht mal entschuldigt und nur angeboten, den Vordersitz meines Autos auf ihre Kosten reinigen zu lassen. Wir verlangen eine offizielle Entschuldigung und die Übernahme aller medizinischen Kosten durch das Krankenhaus!“