Bommelmützen sind ein Trend, aber wozu dient die Bommel? Foto: Imago/westend61

Sie sind im Winter auch von den Köpfen der Deutschen nicht wegzudenken, sind vor allem bei Kälte ein modisches Top-Accessoire: Bommelmützen! Natürlich tragen sie die meisten, weil sie einfach schick aussehen. Aber wussten Sie, warum oben an der Bommelmütze eigentlich die namensgebende Bommel befestigt ist? Die erfüllt nämlich einen wichtigen Zweck…

Die Bedeutung der Bommel liegt in der Geschichte der Mütze verborgen

Es gibt sie in allen Farben des Regenbogens, gestrickt, gehäkelt, dick und dünn: die Bommelmütze. Charakteristisch dabei: der flauschige Pompom, der oben an der Kopfbedeckung befestigt ist. Wenn Sie dachten, dass es diesen Knubbel nur aus modischen Gründen gibt, liegen Sie völlig falsch.

Die Bedeutung der weichen Bommel liegt in der Geschichte der Mütze verborgen. Denn: Schon lange gehört die Bommelmütze vor allem bei Seeleuten und Fischern zur Ausrüstungs-Liste. Sie hält nämlich nicht nur Schädel und Nacken warm – die Bommel ist ein Stoßdämpfer!

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Denn: Wenn sich die Seeleute unter Deck ihren Kopf anstoßen, weil beispielsweise Seegang herrscht, dämpft die flauschige Kugel den Schlag. Hätten Sie das gewusst? Aus diesen Gründen gehörte früher die blaue, wollene Pudelmütze zur Erstausrüstung der Schiffsjungen in Seemannschulen, heißt es im Lexikon „Wikipedia“.

Die Frau von Napoleon III. stieß die Erfindung der Bommel an

Es gibt übrigens sogar eine Legende zur Entstehung der Mütze, die die Funktion der Bommel unterstreicht. Eugénie de Montijo, die Frau von Napoleon dem Dritten, soll die Erfindung des Stoßdämpfers für den Kopf initiiert haben: Sie wurde einst durch ein Schiff geführt – und als einer der Matrosen vor ihr salutierte, stieß er sich so heftig den Kopf, dass das Blut floss. Angeblich zog Napoleons Frau ein Taschentuch aus der Tasche und legte es auf seinen Kopf.

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Heute ist die Funktion allerdings in den meisten Fälle überflüssig – Bommel- oder Pudelmützen werden getragen, weil sie einfach schick sind. Hier gibt es aber übrigens regionale Unterschiede: Während die Kopfbedeckung in Deutschland natürlich hauptsächlich im Winter auf den Schädeln der Kinder landet, ist sie in England und im Baltikum in allen Altersstufen beliebt.