Das US-Gefangenenlager Guantanamo Bay auf Kuba. AFT/Thomas Watkins

Unglaublich, aber wahr. Am Anfang der Covid-Pandemie wollte Donald Trump mit dem Virus infizierte Amerikaner nach Guantanamo Bay verfrachten. Das steht in einem neuen Buch über die Trump-Regierung, die von den Washington Post- Journalisten Yasmess Abutaleb und Damian Paletta nach Interviews mit mehr als 180 Regierungs-Insidern geschrieben wurde.

Donald Trump wollte Covid-Patienten nach Guantanamo stecken

Das Magazin Forbes zitiert aus dem Buch, das am 29. Juni auf den Markt kommt. Diese Ausschnitte enthüllen, dass der Präsident im März 2020 sein Team prüfen ließ, ob auf einer Kreuzfahrt infizierte US-Touristen im berüchtigten Strafgefangenenlager des Militärs in Quarantäne gesteckt werden könnten. Laut Autor fragte Trump in die Runde: „Haben wir da unten in der Karibik nicht eine Insel? Was ist mit Guantanamo?“

Laut Buch war das Team des Präsidenten vom Vorschlag „entsetzt“. Was Trump nicht davon abhielt, ihn beim nächsten Krisenstabstreffen zu wiederholen. Nur mit Mühe konnte er davon abgebracht werden, es anzuordnen – „weil man ihm klar machen konnte, dass es schlechte Optik wäre, Amerikaner gegen ihren Willen neben Terroristen hausen zu lassen“.

Donald Trump wollte weniger Corona-Tests

Eine weitere Enthüllung aus dem Buch ist, dass Trump versucht hatte, weniger Testen zu lassen. „Er hat sich bei seinen Gesundheitsminister Alex Azar beschwert ‚Das Testen bringt mich um Kopf und Kragen. Welcher Idiot hat die Idee gehabt, die Regierung die Tests durchführen zu lassen? Ich werde wegen all dieser Tests die Wahlen verlieren!‘“ Azars Antwort: „Das war Jared“ – also Trumps Schwiegersohn Jared Kuschner.

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Trump ignorierte das und brüllte, dass er nicht versteht, warum die Centers of Disease Control and Prevention (CDC) überhaupt Infektionen dokumentieren müssen: „Es war grobe Inkompetenz, dass wir dem CDC erlaubt habe, Tests zu entwickeln.“

Zum Glück ist Amerika diesen Präsidenten inzwischen los.