Südafrika, Kapstadt: Urlauber genießen einen Tag am Strand in der Nähe von Kapstadt. Die Zahl der neuen Corona-Fälle geht in Südafrika in den letzten Tagen zurück.  AP

In den letzten Tagen fiel die Anzahl neuer Infizierter in Südafrika deutlich. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass dort, wo Omikron zuerst bekannt gemacht wurde, der Höhepunkt der Omikron-Welle bereits überschritten ist, sagen Forscher.

Die Welt schaut nach Südafrika, um Anhaltspunkte dafür zu bekommen, wie eine Omikron- Welle sich hierzulande auswirken könnte. Heftig, aber kurz könnte die Welle ausfallen. Darauf deuten erste, mit Vorsicht zu genießende Daten. Nachdem zu Hochzeiten am letzten Donnerstag in Südafrika fast 27 000 neue Fälle aufgetreten waren, waren es am darauffolgenden Dienstag nur noch etwas über 15 000.

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In der Provinz Gauten, wo Omikron zuerst auftrat, und in der 16 Millionen Menschen in Städten wie Johannesburg und Pretoria leben, startetet der Abfall noch früher und hat sich bisher verstetigt. Im Zentrum der Omikron-Welle ist womöglich der Peak schon erreicht, sagte Marta Nunes, Forscherin an der University of Witwatersrand der Nachrichtenagentur AP.

Welle  in Südafrika heftig aber kurz 

„Es war eine kurze Welle und die gute Nachricht ist, dass sie nicht sehr schwer war was Hospitalisierungen und Todesfälle angeht“, sagte sie weiter. Es sei nicht ungewöhnlich in der Epidemiologie, dass auf einen sehr steilen Anstieg der Fälle wie man es im November gesehen habe, auch ein sehr steiler Abfall folge.

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In Gauteng waren Mitte November die Corona-Fallzahlen aufgrund der neuen Omikron- Variante explodiert. Weltweit scheint Omikron seinen Zug fort zu setzen. In Amerika gehen 73 Prozent der neun Infektionen auf Omikron zurück. In Großbritannien sind binnen einer Woche 60 Prozent der neuen Fälle Omikron-Fälle.

Auch in Südafrika hatte Experten befürchtet, dass die schiere Anzahl an neuen Infektionen die Krankenhäuser an ihre Limits bringen würden. Doch bevor dies geschehen konnte, fielen die Fallzahlen in Gauteng schon wieder. Waren es am 12. Dezember noch 16 000 neue Infektionen, sind es am Dienstag nur noch 3300 Fälle gewesen.

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Dennoch sei es noch zu früh, um die Lage wirklich zu beurteilen da sind sich die Experten einig. Denn etwa die Positiv-Rate in durchgeführten Tests blieb bei 29 Prozent, was bedeutet, dass das Virus noch auf hohem Niveau in der Bevölkerung zirkuliert.

„Was die massive Verdopplung der Fallzahlen jeden Tag angeht, hat sich die Lage etwas beruhigt,“  sagte Professor Veronica Uekermann, die am Steve Biko Academic Hospital arbeitet. Doch es sei noch zu früh, um sicher zu sagen, man habe den Höhepunkt bereits überschritten. Anders als in Europa und Amerika ist in Südafrika gerade Sommer, viele Treffen finden draußen statt. Ein Vorteil was die Verbreitung des Virus angeht.