Jeder elfte Einwohner Tel Avivs ist Hundebesitzer. Das Resultat sind Häufchen über Häufchen. Dagegen will die Stadtverwaltung jetzt vorgehen.  AP/dpa/Sebastian Scheiner

Hundebesitzer in der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv müssen künftig DNA-Proben ihrer Vierbeiner abgeben, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Die neue Verordnung der Stadtverwaltung soll das Problem des Hundekots auf den Straßen lösen, teilte eine Sprecherin am Dienstag mit.

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Städtische Datenbank für DNA-Material von Hunden

Bei der Anmeldung neuer Hunde oder der jährlichen Erneuerung eines Hundeausweises soll in Zukunft DNA-Material eingesammelt und in einer städtischen Datenbank gespeichert werden. „Kontrolleure der Stadt werden Proben von nicht eingesammeltem Hundekot entnehmen und sie mit dem DNA-Speicher abgleichen“, teilte die Sprecherin mit. Der Besitzer muss dann sowohl ein Bußgeld zahlen als auch die Kosten der genetischen Probe tragen.

Die genaue Höhe der Strafe muss noch im Rahmen einer Billigung der Verordnung durch das Innenministerium festgelegt werden. Gegenwärtig kostet es umgerechnet knapp 190 Euro, wenn ein Hundehaufen-Verursacher „auf frischer Tat ertappt“ wird.

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Jeder elfte Einwohner Tel Avivs ist Hundebesitzer

Tel Aviv gehört weltweit zu den Städten mit den meisten Hunden im Vergleich zur Einwohnerzahl. Es gibt in der Mittelmeerstadt mehr als 40.000 Haushalte mit Hunden. Jeder elfte Einwohner ist Hundebesitzer. „Etwa 500 Kilo Hundekot im Monat in öffentlichen Bereichen wird nicht von den Besitzern eingesammelt“, hieß es in der Mitteilung.

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Es ist nicht das erste Projekt dieser Art. Die Stadt Petach Tikva bei Tel Aviv hatte schon 2008 eine ähnliche Initiative gestartet. Auch die spanische Stadt Málaga entnimmt zur Häufchen-Bekämpfung bereits einen „genetischen Pfotenabdruck“.