Ein Bild des vermissten britischen Mädchens Madeleine McCann, das 2007 aus dem Strandort Praia da Luz in der Algarve verschwunden ist, wird im Schrein von Fatima hochgehalten. 15 Jahre nach dem Verschwinden ihrer kleinen Tochter Madeleine McCann hoffen die Eltern noch immer auf Antworten zu den Geschehnissen.
Ein Bild des vermissten britischen Mädchens Madeleine McCann, das 2007 aus dem Strandort Praia da Luz in der Algarve verschwunden ist, wird im Schrein von Fatima hochgehalten. 15 Jahre nach dem Verschwinden ihrer kleinen Tochter Madeleine McCann hoffen die Eltern noch immer auf Antworten zu den Geschehnissen. dpa/Governo

Zuletzt hatte sich der im Fall Madeleine „Maddie“ McCann Verdächtige noch über seine Haftbedingungen im Gefängnis beschwert, jetzt ist in den Ermittlungen gegen den Verdächtigen ein weiterer Schritt abgeschlossen worden. Bei dem Beschuldigten sei eine erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt worden, erklärt Hans Christian Wolters von der Staatsanwaltschaft Braunschweig.

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Bei einer solchen Maßnahme werden im Wesentlichen Fotos gemacht und mögliche besondere Merkmale wie Narben, Tätowierungen oder Muttermale erfasst, erläuterte der Pressesprecher der Strafverfolgungsbehörde. Vor wenigen Wochen hatte die Bild-Zeitung über die Zustimmung des 45-Jährigen zu einer entsprechenden Untersuchung berichtet.

Gegen Christian B. wird auch wegen weiterer Sexualstraftaten ermittelt

Die Fotos und gewonnenen Infos sollen unter anderem mit Täterbeschreibungen durch Zeugen abgeglichen werden, wie Staatsanwalt Wolters sagt. Der Deutsche steht nicht nur im Fall des britischen Mädchens Madeleine McCann, das 2007 in Portugal verschwand, im Fokus. Gegen Christian B. wird auch wegen weiterer Sexualstraftaten ermittelt, darunter zwei Missbrauchsfälle und drei Vergewaltigungsvorwürfe.

Eines der letzten Fotos: Maddie hält Tennisbälle in der Hand. Am 3. Mai 2007 verschwand die damals Dreijährige aus Großbritannien aus einem Ferienappartement im portugiesischen Praia da Luz.
Eines der letzten Fotos: Maddie hält Tennisbälle in der Hand. Am 3. Mai 2007 verschwand die damals Dreijährige aus Großbritannien aus einem Ferienappartement im portugiesischen Praia da Luz. dpa/Real Madrid TV/efe/epa

Derzeit sitzt der 45-Jährige in Oldenburg eine mehrjährige Haftstrafe für die Vergewaltigung einer Amerikanerin im Jahr 2005 im portugiesischen Praia da Luz ab, wo rund anderthalb Jahre später die damals dreijährige Maddie aus einer Appartement-Anlage verschwand.

Mit Blick auf die mutmaßlichen Sexualstraftaten läuft derzeit noch eine Einlassungsfrist, in der sich der Verteidiger zu den Vorwürfen äußern kann, wie Staatsanwalt Wolters sagte. Danach folgen möglicherweise Nachermittlungen, bevor über eine Anklage entschieden werden kann.

Der Verteidiger von Christian B. äußert sich nicht

Der Verteidiger des Verdächtigen, Friedrich Fülscher, sagte der dpa, dass ihm das Ergebnis der erkennungsdienstlichen Behandlung noch nicht vorliege. Daher könne er sich nicht zu der Ermittlungsmaßnahme äußern. Insgesamt gibt es noch keine Stellungnahme von der Verteidigung zu den verschiedenen Vorwürfen gegen Christian B.

2014:  Britische Polizisten suchen nach der zu diesem Zeitpunkt seit sieben Jahren vermissten Madeleine „Maddie“ McCann.
2014: Britische Polizisten suchen nach der zu diesem Zeitpunkt seit sieben Jahren vermissten Madeleine „Maddie“ McCann. dpa/Forra

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Laut Spiegel schickte der Verdächtige bereits im September letzten Jahres ein umfangreiches, handschriftlich verfasstes Papier über Beleidigungen, Beschimpfungen und Morddrohungen durch Häftlinge in der JVA nach Hannover. Darin beklagte sich der Verdächtige aber auch über ganz andere Dinge – etwa über fehlenden Kaffeeweißer. Dem Bericht zufolge wies der Petitionsausschuss des niedersächsischen Landtags die Beschwerde mittlerweile zurück.