Einem Mann werden die Haare mit einer Maschine geschnitten. (Symbolbild) Foto: dpa/Harald Tittel

Das Haareschneiden ist im Rahmen des Corona-Lockdowns als körpernahe Dienstleistung derzeit verboten. Festgeschriebene Ausnahmen gibt es nicht. Nun hat die Polizei in einem Keller in Nordrhein-Westfalen ein coronaregelwidriges Treffen zum Haareschneiden aufgelöst.

Der Zugriff erfolgte nach einem Hinweis aus der Bevölkerung seien Einsatzkräfte bereits am Freitagnachmittag im Untergeschoss eines Geschäftshauses in Schwerte, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten stießen dabei auf 20 Personen gestoßen, die sich ohne Abstand und Maske auf engem Raum aufhielten, sagte ein Sprecher. Zu der Gruppe, die überwiegend aus Männern bestanden habe, gehörte mindestens ein Friseur. Auf dem Boden lagen zudem abgeschnittene Haare. Auf den Tischen habe Friseurbedarf gestanden.

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Außerdem nahm die Polizei bei ihren Ermittlungen Marihuana-Geruch wahr und stellte diverse Drogen sicher, darunter auch andere Arznei- und Betäubungsmittel. Die Ermittlungen wegen der Drogenverstöße dauerten an. Drei Beschuldigte waren zwischenzeitlich festgenommen, sind aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Zudem leitete die Polizei gegen alle Anwesenden Verfahren wegen Verstößen gegen die geltende Coronaschutzverordnung ein, die vom Ordnungsamt der Stadt weitergeführt werden.

In der vergangenen Woche kritisierte der Zentralverbrand Friseurhandwerk zahlreiche Profifußballer, die sich auf den Plätzen perfekt frisiert präsentieren, und damit Leute motivieren, Friseurinnen und Friseure zu illegaler Schwarzarbeit aufzufordern.