Nur neun Monate, nachdem sie sich einen schweren Oberschenkelknochenbruch zuzog, gab Brooke Shields nune beim Herbstball des American Ballet Theatres in New York ein wundersames Comeback. Evan Agostini/Invision/AP

Ihr Leben stand auf Messers Schneide und die Ärzte befürchteten dann, dass sie gelähmt sein könnte. Doch Brooke Shields ließ sich nicht unterkriegen. Nur neun Monate, nachdem sie sich einen schweren Oberschenkelknochenbruch zuzog, gab sie beim Herbstball des American Ballet Theatres in New York ein wundersames Comeback. Auf dem roten Teppich in Pumps!

Der „New York Post“ verriet sie: „Ich trage heute zum ersten Mal wieder hochhackige Schuhe und bin länger als ein paar Minuten am Stück gelaufen. Ich bin einfach so happy, am Leben zu sein.“ Die 56-Jährige verdankt es „meiner verdammten Sturheit“, dass sie entgegen fast aller Prognosen wieder auf den Beinen ist: „Ich hasse es, mich unterkriegen zu lassen. Und insbesondere nicht durch einen dummen Unfall.“

Brooke Shields unglaublicher Auftritt in roten Pumps. Evan Agostini/Invision/AP

Drei Bluttransfusionen, um am Leben zu bleiben

Die Schauspielerin hatte im Januar in ihrer Gym auf dem Balance-Board trainiert. Bis heute weiß sie nicht, warum sie plötzlich abrutschte und unglücklich auf ihr Bein fiel. Doch was dann passierte, spielt sich bei Shields bis heute wie ein Film in ihrem Kopf ab: „Es passierte wie in Zeitlupe. Und dann begann ich zu schreien. Töne kamen aus mir, die ich selbst noch nie gehört hatte.“

Als der Rettungsdienst eintraf, war die „Spin City“-Schönheit „fast panisch vor Angst, dass ich gelähmt sein könnte“. Sie rief immer wieder „Ich kann meine Zehen nicht fühlen“, als sie in die Notaufnahme gebracht wurde. Beim ersten Eingriff wurden Shields zum Abstützen zwei Metallstäbe in den Knochen eingesetzt: „Einer von der Hüfte gerade runter, der andere quer über die Gelenkpfanne der Hüfte.“ Bei einer zweiten OP wurde dann fünf weitere Titanstangen und eine Metallplatte eingesetzt, weil sich ein Stück ihres gebrochenen Oberschenkelknochens abgelöst hatte.“

Kaum war sie wieder aus dem Krankenhaus zu Hause, gab es die nächste Hiobsbotschaft: „Ich habe an meinem Arm, an dem der Tropf verbunden war, eine schwere Staphylokokken-Infektion entwickelt. Sie haben eine Notoperation an mir durchführen müssen.“ Sie brauchte gleich drei Bluttransfusionen, um am Leben gehalten zu werden.

Nicht nur ging es Shields körperlich sehr schlecht, auch seelisch geriet sie in ein Tief: „Meine Furcht wuchs ständig und ich konnte mich nicht mehr zusammenreißen. Ich habe noch nie im Leben mehr Angst gehabt. Ich fühlte mich hilflos, weil ich nach der OP wegen COVID auch wochenlang niemanden sehen durfte.“

Es brauchte alle ihre Disziplin, um beim Skypen vor ihren Töchtern Rowan (19) und Grier (16) keinen Zusammenbruch zu erleiden: „Ich musste ruhig blieben, weil ich glaubte, nie wieder nach Hause zu kommen.“ Ihre Töchter spürten die Verzweiflung ihrer Mutter: „Meine Kinder haben mich tatsächlich direkt gefragt, ob ich glaube, dass ich sterben werde.“ Ihre Antwort darauf verriet Shields nicht.

Sie schaffte es, sich wieder hochzukämpfen. Seit Februar macht sie Reha-Übungen, um mit ihrem geflickten Oberschenkel wieder laufen zu lernen: „Es muss jeden Tag hart arbeiten. Nur Wochenenden gebe ich mir eine Auszeit.“ Sie versucht anhand ihrer Unglückssträhne ihren Töchtern etwas fürs Leben zu lehren: „Ich zeige den Girls, dass dir das Leben immer wieder mal Steine in den Weg legen wird. Und alles kommt darauf an, wie du mit mit den Widrigkeiten umgehen kannst. Das enthüllt dann deinen Charakter“.

Inzwischen war sie auch zum ersten Mal wieder in der Gym, in der das Unglück passiert war. Und sie gibt auch ihr Comeback vor der Kamera – in einer romantischen Netflix-Weihnachtskomödie mit dem Titel „A Castle for Christmas“.