Was steckt wirklich in der Lasagne vom Lieferdienst? Dieses und andere Geheimnisse plaudern Nutzer im Internet aus. Fotos: Imago/Shotshop, Imago/agefotostock

Die meisten Menschen, die einen neuen Job beginnen, müssen sich verpflichten, keine betrieblichen Dinge nach außen zu tragen – aber heute gibt’s schließlich das Internet! Und das sorgt dafür, dass einige Nutzer im Schatten der Anonymität gern mal das eine oder andere Geheimnis ausplaudern. Zum Beispiel im sozialen Netzwerk „Jodel“: Hier erzählen Nutzer im Channel „Berufsgeheimnisse“ kleine Dinge aus ihrem Arbeitsalltag, die besser nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollten.

Reinigungskraft gesteht: Hotelbettwäsche wird nicht gewechselt

Gibt es nicht in jeder Firma Dinge, die besser nicht ans Licht der Öffentlichkeit gelangen? Wer die Einträge im Jodel-Channel „Berufsgeheimnisse“ liest, der wünscht sich an einigen Stellen, es wäre so. Im Schutz der Anonymität geben Nutzer aus ganz Deutschland hier durchaus pikante Details aus ihrem Arbeitsalltag preis. Manche sind harmloser, manche komisch – und manche einfach nur bedenklich.

Aus Berlin sind bereits einige Nutzer vertreten. In einem Beitrag heißt es: „Ich arbeite in einer Eisdiele und gebe unfreundlichen Leuten weniger Eis“. Ein Nutzer gibt an, als Reinigungskraft für eine große Hotelkette gearbeitet zu haben. „Wenn die Bettwäsche keine Flecken hatte, war die Anweisung, die nicht zu wechseln, sondern einfach Duftspray draufzusprühen, um sich einen Waschgang zu sparen“.

Bei einem Geständnis müssen vor allem Lasagne-Fans ganz stark sein. „Ich arbeite bei einem Lieferdienst“, schreibt ein Nutzer. „Die Lasagne ist einfach nur eine halbe Aldi-Fertiglasagne.“ Einer gesteht, dass er bei einer Fast-Food-Kette arbeitet und regelmäßig aus Spaß vegane Gemüse-Patties auf normale Burger legt. „Bis jetzt hat sich noch niemand beschwert.“ Ein Nutzer, der bei einem großen Versicherer arbeitet, lässt die anderen Jodel-User schon jetzt in die Zukunft blicken. „Interne Studien zum Kaufverhalten in der Krise gehen davon aus, dass wir sehr viele Trampolinunfälle bearbeiten werden.“

Denkwürdig geht es auch im Gesundheits-Sektor zu. „Wir haben im Krankenhaus einen Wort des Tages-Wettbewerb am Laufen. Jeden Tag wird ein Zufallswort gewählt – und das muss in die Visiteneinträge eingebaut werden“, heißt es in einem Beitrag. Ebenfalls interessant: „In vielen Krankenhäusern gibt es keine Umkleiden für Ärzte, sodass sich alle im Arztzimmer umziehen und jeder jeden nackig kennt“, schreibt einer.

Pflegedienst-Mitarbeiter beklaut regelmäßig seine Patienten

Weniger lustig hingegen: „Ich arbeite in einer Physiotherapiepraxis und es gibt wegen Corona eine Hygienepauschale pro Rezept für Desinfektionsmittel“, heißt es in einem der Beiträge. „Meine Chefin will, dass wir die Liegen mit Wasser abwischen, weil sie zu geizig ist und das Geld für sich will.“ Und die Mitarbeiterin eines Pflegedienstes gesteht: „Bei den Hausbesuchen meiner Patienten klaue ich manchmal unwichtige kleine Sachen und bringe sie eine Woche später wieder zurück. Keine Ahnung warum, es passiert einfach.“

Doch nicht nur in Berlin passieren komische Dinge. In Bochum gesteht ein Nutzer: „Ich bin Sprayer und arbeite bei der Bahn in der Lackiererei. Manchmal muss ich meine eigenen Pieces von den Zügen wieder entfernen.“ In einem Beitrag aus Gießen heißt es: „Ich habe ne Zeit lang neben dem Abi im Einzelhandel gearbeitet und saß an der Kasse. Bei Leuten die ich kannte habe ich manchmal die Sachen einfach nicht eingescannt wenn keiner geschaut hat.“ Und ein Nutzer gesteht, er habe mal bei einer Dachdeckerfirma gearbeitet – und dort gehörte es für einige Kollegen dazu, regelmäßig in die Dachrinnen zu pinkeln. Manche Dinge sollten aber vielleicht doch besser ein Geheimnis bleiben…