Nach dem Zusammenstoß von zwei Straßenbahnen in Rostock sichern Polizisten die Unfallstelle. dpa/Bernd Wüstneck

Was für ein Horror-Unfall! 26 Menschen sind beim Zusammenstoß von zwei Straßenbahnen in Rostock verletzt worden. Ein Sprecher der Berufsfeuerwehr sprach von zehn Schwerverletzten, darunter soll einer der beiden Fahrer sein. Nicht offiziell bestätigten Berichten zufolge sollen drei Verletzte akut in Lebensgefahr schweben. 16 weitere Fahrgäste erlitten leichtere Verletzungen.

Ein Fahrer bei dem Unfall eingeklemmt

Wie ein Trümmerfeld habe das Umfeld habe der Unfallstelle ausgesehen. Überall hätten Glassplitter und Plastikteile herumgelegen, berichten Augenzeugen. Die Fronten der Straßenbahnen wurden bei dem Zusammenstoß völlig zerstört. Einer der beiden Fahrer wurde eingeklemmt und musste von den Rettern mit schwerem hydraulischem Gerät befreit werden.

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Sachverständige dokumentieren nach dem Unfall die Lage. dpa/Bernd Wüstneck

Ursache des Unfalls ist bisher noch unklar

Die Ursache für den Zusammenstoß ist bisher noch unklar. Die Bahnen waren in einem eigentlich übersichtlichen Kreuzungsbereich nahe der Rostocker  Stadthalle frontal zusammengestoßen. „Es ist viel zu früh, etwas zur Ursache zu sagen“, sagt der der Chef der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG), Jan Bleis, am Unfallort.

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„Das Einzige, was man sagen kann, ist, dass eine der beiden Bahnen nicht den Fahrweg genommen hat, den sie hätte nehmen sollen“, so Bleis weiter. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge war eine der Bahnen entgegen dem Fahrplan nach links in Richtung Hauptbahnhof abgebogen anstatt geradeaus zu fahren.

Noch ist die Unfallursache völlig unklar. dpa/Bernd Wüstneck

Verletzte und Ersthelfer irrten über die Unfallstelle

Den Rettern habe sich eine unübersichtliche Situation dargeboten, sagte der Sprecher der örtlichen Feuerwehr. Viele Verletzte und weitere betroffene Personen sowie viele Ersthelfer seien „umhergeirrt“.

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Schätzungen zufolge waren etwa 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Sanitätsdiensten und Polizei im Einsatz. Um die beiden Straßenbahnen zu entfernen, musste ein großer Kran angefordert werden. Die Sperrung der betroffenen Straßen dauerte mehrere Stunden.

Im November 2020 stießen in Köln zwei Bahnen frontal aufeinander. dpa/Rolf Vennenbernd

Ähnlicher Unfall in Köln

Zu einem ähnlichen Unfall war es im November 2020 in Köln gekommen. Dort schwebten nach dem Zusammenstoß die Fahrer der beiden Bahnen, eine Frau (42) und ein Mann (57) lange in Lebensgefahr. 18 weitere wurden verletzt. Die Ursache dort: vermutlich ein technischer Defekt an der Signalanlage.