An der Playa de Palma auf Mallorca wurde ein Tourist totgeprügelt. imago images/Chris Emil Janßen

Was für eine Horror-Tat an der Playa de Palma auf Mallorca: Scheinbar grundlos prügeln acht Männer im Alter zwischen 18 und 20 Jahren einen Touristen tot. Vor laufenden Kameras verletzen sie den 27-Jährigen so schwer, dass er im Krankenhaus verstirbt. Die Täter? Die flüchten unterdessen in Seelenruhe mit dem Flugzeug in die Heimat.

Was war passiert? Einem RTL-Bericht zufolge stand das Opfer, ein 27-jähriger Niederländer, vor einer Woche gegen 3 Uhr nachts mit Freunden am Strand der Playa de Palma zwischen den Balnearios 1 und 2. Die acht Tatverdächtigen sprachen ihn an, sollen sich zunächst gefreut haben, einen Landsmann auf der beliebten Touri-Insel zu treffen.

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Doch dann eskaliert die Lage. Die Gruppe soll auf den 27-Jährigen losgegangen sein, ihn angegriffen haben. Überwachungskameras haben die Szenen aufgezeichnet.

Ein Tatverdächtiger der Horror-Tat auf Mallorca muss wieder freigelassen werden

Das Opfer bleibt bewusstlos liegen. Augenzeugen rufen den Notarzt, der intubiert den jungen Mann und bringt ihn ins Krankenhaus Son Espases. Seine Eltern reisen an, doch er erliegt seinen schweren Kopfverletzungen am Sonntag.

Und was machen die Tatverdächtigen? Die setzen sich ins nächste Flugzeug und hauen ab. Zurück in die Niederlande sollen sie geflüchtet sein. Einer aus der Gruppe habe aber noch in Seelenruhe den Schlüssel der Luxus-Finka, die sie gemietet hatten, an die Besitzerin zurück übergeben. Er wurde am Flughafen von Palma de Mallorca festgenommen, musste aber wieder auf freien Fuß gesetzt werden, weil er zweifelsfrei nicht selbst zugeschlagen hatte.

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Weil die Überwachungskameras an der Playa de Palma glasklare Bilder lieferten, sind die Schläger nun aber allesamt identifiziert. Sie werden von der niederländischen und spanischen Polizei gejagt. Ein Gericht in Palma will einen europäischen Haftbefehl samt Auslieferungsantrag veranlassen. Nach einem Bericht des Diario de Mallorca könnten sich Nationalpolizisten von Mallorca auch nach Holland begeben, um die Täter dort festzunehmen. Man arbeite eng mit den niederländischen Ermittlern zusammen.