In Erftstadt wurden wurden ganze Gebäude durch die Fluten zerstört. AFP/Sebastien Bozon

Die Nachrichten, die uns aus dem Westen der Republik erreichen werden immer dramatischer. Inzwischen ist klar, mehr als 100 Menschen haben in den Regenfluten von Unwettertief Bernd ihr Leben gelassen. Beobachter gehen davon aus, dass die Zahl noch steigen wird. Das Internet quillt über von Bildern und Videos, die Straßen zeigen, die eher einem reißenden Bach gleichen, vor Autos, die von den Wassermassen erfasst wurden und von Kellern und Häusern die vollgelaufen sind.

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Doch es findet sich nicht nur Grauen im Netz. Es findet sich auch Hilfe. Hilfe auf ganz persönlicher Natur, als eine Mutter die mit ihrer Familie evakuiert wurde, Spenden für sich sammelte, nachdem ihre Wohnung den reißenden Fluten zum Opfer fiel. Aber auch Spenden auf großer Basis. Mehrere Verbände sammeln nun Geld, um denen zu helfen, die alles verloren haben. Eine unvollständige Liste:

Flut-Katastrophe in Deutschland: HIER können Sie Spenden

Deutsches Rotes Kreuz: IBAN: DE63 3702 0500 0005 0233 07; Stichwort: Hochwasser

Aktion Deutschland hilft: IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30; Stichwort: Hochwasser Deutschland

Stiftung Technisches Hilfswerk: IBAN: DE03 3705 0198 1900 4433 73; Spende kommt projektunabhängig an

Kreissparkasse Ahrweiler: IBAN: DE86 5775 1310 0000 3394 57; Stichwort: Hochwasser

DLRG: Spenden für den DLRG sind über die Website möglich.

Malteser: IBAN: DE10 3706 0120 1201 2000 12; Stichwort: Nothilfe in Deutschland

Es gibt zahlreiche weitere Initiativen, die Spenden für die Opfer der Unwetter sammeln und das scheint beim Anblick der dramatischen Bilder auch bitter nötig. Immer wieder kommen neue Schreckensmeldungen an die Öffentlichkeit. Zuletzt wurde bekannt, dass unter den mehr als 100 Todesopfern der Flut auch zwölf Bewohner einer Behinderteneinrichtung in Sinzig in Rheinland-Pfalz waren. Sie konnten das Gebäude, in dem sie lebten, nicht verlassen. 

Dramatische Bilder aus Erftstadt: Hier hab es aufgrund der Wassermassen heftige Erdrutsche. dpa/Rhein-Erft-Kreis

Wie konnte es zur Horror-Flut kommen?

Dass es überhaupt zu einem derart dramatischen Unwetter kommen konnte, sehen zahlreiche Meteorologen auch im Klimawandel begründet. Zwar habe es schon immer heftige Unwetter gewesen, die Häufung – und vor allem die lange Dauer sei aber ziemlich eindeutig eine Folge der Klimakrise, so der eindeutige Tenor.

Es seien vor allem zwei Effekte der Klimakrise, die zu solchen Flutkatastrophen führen, erklärt Peter Hoffmann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Zum einen verdunstet bei höheren Temperaturen mehr Wasser und die wärmere Atmosphäre kann mehr Feuchtigkeit speichern. Das begünstigt hohe Niederschlagsmengen. Zum anderen verharren Wetterlagen länger über einer Region.

Das liege vor allem an einer sich schnell erwärmenden Arktis, die in der Atmosphäre dafür sorgt, dass sich der Jetstream verlangsamt und die Tiefdruck-Gebiete langsamer abtransportiert. Dadurch können Wetterlagen über längere Zeit an einem Ort bleiben und extreme Bedingungen schaffen. „Das Problem ist gar nicht die Wetterlage an sich, sondern dass sie über lange Zeit bestehen bleibt“, sagt Hoffmann. Unwettertief Bernd beweist uns das gerade eindrucksvoll.