In Wennington bei London brannte es lichterloh. Auch Häuser wurden von den Flammen bedroht.
In Wennington bei London brannte es lichterloh. Auch Häuser wurden von den Flammen bedroht. AP/Yui Mok

Aktuell rollt eine heftige Hitzewelle über Europa – auch über Deutschland oder England, wo derartige Temperaturen in der Vergangenheit völlig unmöglich erschienen. Doch die Klimakrise mit all ihren Folgen macht es möglich. Hinzu kommt eine Dürre, die in den vergangenen Wochen und Monaten dafür sorgte, dass es zu wenig regnete. Die Folgen sind nun überall spürbar. Immer wieder lodern Brände, in und um die englische Hauptstadt London ist das nun so schlimm geworden, dass die Feuerwehr bei der Bevölkerung Alarm schlägt! Sie hat den Notstand ausgerufen.

Feuerwehr ruft Notstand aus - so bittet sie die Bevölkerung um Hilfe

In einem Video, in dem zu sehen ist, wie Feuerwehrleute versuchen, einem großen Feuer in Wennington, im Umland von London, Herr zu werden, wenden sich die Einsatzkräfte in einem eindringlichen Appell an die Bevölkerung. „Wir brauchen Eure Hilfe, um die Ausbreitung und Entstehung von Feuern zu verhindern“, heißt es dort.

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Die Bitten sind angesichts der dramatischen Lage in der Region verständlich: „Bitte grillt nicht und macht keine Feuer“, bittet die Feuerwehr beispielsweise. Oder: „Macht Zigaretten sicher aus. Geht sicher, dass sie auch wirklich aus sind.“ Au0erdem sollte die Feuerwehr nicht überlastet werden. „Meldet euch nur, wenn es ein Notfall ist“, lautet die nächste Bitte - und die ist gleich verbunden mit einer anderen: „Wenn ihr ein Feuer seht, dann ruft uns an. Denkt nicht, jemand anderes hat es schon getan.“

Tipps der Londoner Feuerwehr auch für Deutschland wichtig?

Tipps, die man auch in Deutschland beherzigen kann und sollte. Auch hier gab es wegen Trockenheit und Hitze zuletzt immer wieder Waldbrände, die in Brandenburg sogar Ortschaften bedroht hatten. Erst am Dienstag wurden mehrere Waldbrände im Landkreis Meißen in Sachsen gemeldet.

Auch in Sachsen brennt es aktuell an mehreren Stellen.
Auch in Sachsen brennt es aktuell an mehreren Stellen. dpa/Matthias Rietschel

Auch die Hitze macht Rettungskräften in Deutschland zu schaffen

In London sind es nicht nur die Feuerbekämpfer, sondern auch die Rettungskräfte, die in der aktuellen Hitze- und Dürrewelle ordentlich zu tun haben. 400 Anrufe pro Stunde würden mit der extremen Hitze zusammenhängen, berichtet die Notrufzentrale der Nachrichtenagentur Reuters. Die Patienten würden demnach verstärkt an Atembeschwerden, Schwindel und Ohnmacht leiden.

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In Großbritannien wurde laut dem britischen Wetterdienst eine neue Rekordtemperatur gemessen. In Coningsby in Zentralengland zeigte das offizielle Thermometer 40,3 Grad an. Dabei sei es eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, dass in Großbritannien irgendwo mehr als 40 Grad seien, sagte Wetterdienst-Mitarbeiter Stephen Belcher gegenüber der Agentur Reuters. Der menschengemachte Klimawandel mache das aber möglich.