Ein versteckter Metalldetektor an einer Highschool in New York förderte mehrere Schusswaffen zu Tage. Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Dass ein Amoklauf wie an der Oxford High School jederzeit und überall in Amerika passieren könnte, belegt jetzt ein schockierendes Beispiel aus Brooklyn. Dort hatten die New Yorker Schulbehörden nach dem Blutbad von Michigan heimlich einen Metalldetektor am Eingang des „Urban Assembly School“-Schulgebäudes installieren lassen. Es deckte ein unglaubliches Waffenarsenal auf, das Schüler morgens bei sich trugen.

Ein Schüler hatte am Mittwoch im Direktorat erschienen müssen, weil er beim Schwänzen der ersten Stunden erwischt wurde. Als er beim Warten etwas aus seinem Rucksack ziehen wollte, fiel fast ein Revolver heraus. Die Schulsekretärin sah es und verständigte den Sicherheitsdienst der Schule. Die Entschuldigung des 17-Jährigen – „Hier laufen doch viele bewaffnet rum“ – brachte die Schulbehörden auf die Idee, ohne Ankündigung die Schüler am nächsten Morgen an einem verdeckten Metalldetektor vorbei laufen zu lassen.

Schulpolizisten 21 Schusswaffen und 30.000 Dollar in einem Rucksack. Facebook

Schulpolizisten fanden auch in einem Rucksack 30.000 Dollar

Es piepte immer und immer wieder. Insgesamt kamen so 21 verbotene Waffen ans Licht: Neun Fahrtenmesser, sieben Kanister mit Pfefferspray, vier Elektroschockgeräte und ein Paar Schlagringe. Dazu fanden die Schulpolizisten in einem Rucksack 30.000 Dollar in Cash.

Greg Floyd, Sprecher des Schulsicherheitsbehörde, ist nicht überrascht. Der „New York Post“ verriet er: „Das was wir entdeckt haben, ist nur die Spitze des Eisbergs. Denn der Metalldetektor hat sich schnell morgens herumgesprochen und laut der Lehrer sind viele Schüler nicht zum Unterricht erschienen.“

Die meisten erwischten Schüler werden mit einer Verwarnung davonkommen. Floyd: „Es handelt sich ja zum Größtenteils um Selbstverteidigungswaffen. Das ist echt traurig, dass unsere Kids sich ohne nicht mehr zur Schule trauen. Aber jegliche Form von Waffen sind halt verboten.“