So konsumieren junge Menschen vielleicht in Zukunft Halluzinogene IMAGO/Panthermedia

Seit den Bundestagswahlen wird bereits heiß über die Legalisierung von Cannabis diskutiert, dieses Jahr soll die Entscheidung fallen. Doch vielleicht ist das gar nicht nötig. Es könnte möglich sein, dieselben Effekte zu erzielen – ganz ohne irgendwelche Substanzen.

Zumindest behauptet das die Co-Autorin Naomi Smith von der Federation University Australia nach einer Studie mit 30.000 jungen Menschen, von denen etwa 3600 berichteten, durch binaurale Beats einen psychedelischen Effekt zu erleben.

Was sind binaurale Beats?

Das Wort klingt sehr kompliziert, ist aber einfach erklärt. Binaurale Beats sind Klänge, die im Gehirn eine Illusion hervorrufen, indem auf einem Ohr ein Ton entsteht der eine leicht andere Frequenz hat als der im anderen Ohr. Das Gehirn versucht dadurch die beiden Töne miteinander zu verbinden, wodurch ein dritter Ton entsteht. Das ist dann der sogenannte binaurale Beat.

„Es wird angenommen, dass diese dritte Frequenz eine Reihe von Effekten hervorruft“, erklärt Naomi weiter und geht auf die möglichen therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten ein. „Sie können Schmerzen lindern, Stress abbauen und die Konzentration verbessern.“ Allerdings müsse weiter geforscht werden, bevor diese Töne zum Einsatz kommen können.

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Binaurale Töne entstehen dadurch, dass verschiedene Frequenzen eine Illusion im Gehirn hervorrufen IMAGO/YAY Images

Nicht jeder ist sich über die Effekte einig

Ganz umstritten sind diese Funde allerdings nicht. Andere Forscher haben zu den psychedelischen Beats eine andere Meinung, wie etwa Christoph Reuter, der Universitätsprofessor für Systematische Musikwissenschaft an der Universität Wien. Dieser behauptet, dass binaurale Beats „so gut wie keinen Effekt auf das menschliche Gehirn haben“.

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Die Forschungsergebnisse seien laut ihm nicht eindeutig und die versprochenen Effekte nicht nachweißbar. Ob nun Kopfhörer als Ersatz für Pfeife, Bong und Co. dienen werden, wird sich erst in der Zukunft nach mehr Studien nachweisen können. Und vielleicht ist Kiffen in Deutschland bis dahin ohnehin legal.