Mit einem geliehenen Schlauchboot brachen Einsatzkräfte der Feuerwehr das Tier zum Ufer. dpa/Feuerwehr

Dramatische Rettungsaktion mit tragischem Ausgang für eine trächtige Kuh: Im niederrheinischen Goch hat die Feuerwehr ein im Wasser kalbendes Hochlandrind, das zu ertrinken drohte, aus einem Fluss gerettet. Spaziergänger entdeckten die Kuh in Not in der Niers, wie die Feuerwehr am Dienstag mitteilte. Demnach konnte das Rind, das offenbar zu einer Herde auf der gegenüberliegenden niederländischen Landseite gehörte, das Ufer nicht mehr selbstständig erreichen.

Mit einem geliehenen Schlauchboot setzten die Feuerwehrleute den Angaben zufolge zu dem Hochlandrind über. Das Jungtier, das sich während der gesamten Rettungsaktion noch zum größten Teil im Mutterleib befand, überlebte nicht. Wohl auch aus diesem Grund sei die Kuh immer schwächer geworden. Die Einsatzkräfte führten das Rind gegen die Strömung zu einer flacheren Uferstelle und zogen es mit vereinten Kräften an Land.

Kalb und Mutter-Rind überleben trotz Rettung nicht

Der zwischenzeitlich eingetroffene niederländische Besitzer habe vergeblich versucht, einen Tierarzt zu verständigen. Für eine Überlebenschance der Kuh habe die Geburt dringend abgeschlossen werden müssen, erklärte die Feuerwehr. Unter den Einsatzkräften waren demnach auch fachkundige Landwirte, die das tote Jungtier entbanden. Die Mutterkuh, die sich zunächst von den Strapazen zu erholen schien, musste später dennoch von einem Tierarzt eingeschläfert werden. Bei der Rettungsaktion waren rund 30 Feuerwehrleute im Einsatz.