Haldensleben: Eine vor gut sieben Wochen in Sachsen-Anhalt ausgebüxte Netzpython ist in einem Keller gefunden worden.  dpa/Michael Deutschmann/Freiwillige Feuerwehr Haldensleben

Ein mulmiges Gefühl dürften die Bewohner mancher Häuser in Haldensleben beim Betreten ihrer Keller in den vergangenen Wochen schon gehabt haben. War doch seit etwa sieben Wochen eine Würgeschlange von ihrem Besitzer vermisst worden, man vermutete als Zufluchtsort des Reptils eben auch die Keller.

Nun ist der ausgebüxte Netzpython genau dort gefunden worden. Eine Bewohnerin habe die Schlange am Freitagnachmittag entdeckt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Samstag. Das Tier sei in einer sehr schlechten Verfassung gewesen. Nun werde es in einer Schlangenfarm im Landkreis Harz wieder aufgepäppelt.

Schlange muss wieder aufgepäppelt werden

Die Schlange wurde den Angaben zufolge in dem Keller des Nachbarhauses gefunden, der mit dem des Gebäudes, aus dem das Tier am 24. Juli verschwunden war, verbunden ist. Zuvor hatte die „Volksstimme“ darüber berichtet. Der Keller war damals durchsucht worden.

Anfang August war die Suche nach der Würgeschlange offiziell eingestellt worden. Experten hatten nach Angaben der Stadt bestätigt, dass die Chancen, die Schlange zu finden, schlecht stehen. Es hieß, dass das wechselwarme Tier bei dem Wetter der vergangenen Wochen inaktiv bleibe und bei kühleren Nächten dauerhaft nicht überleben könne. Die Fachleute hatten die Gefahr durch das Tier sowohl für Menschen als auch für Haustiere als gering eingestuft. Als natürlicher Lebensraum von Netzpythons gelten die Tropen.