Mit diesen Fotos wird im Hochwassergebiet nach der Puppen-Mutti gesucht. Fotos: Twitter/Polizei Koblenz

Es ist wohl eine der süßesten Geschichten aus dem Flut-Gebiet - doch diese Story ist zugleich unfassbar traurig! In den Krisengebieten, die erst vor Wochen vom Hochwasser heimgesucht wurden, wird derzeit nach einer „Puppen-Mutti“ gesucht! Ein Helfer hat im Flut-Katastrophengebiet an der Ahr in Rheinland-Pfalz eine Puppe gefunden und nun wird nach der Besitzerin oder dem Besitzer gefahndet.

Auch die Polizei Koblenz hilft, verbreitete die Geschichte über Twitter

Auch die Polizei in Koblenz hilft bei der Suche mit und verbreitete die Geschichte auf Twitter und Facebook. Der Aufruf sei auf eine große Resonanz gestoßen, sagte ein Sprecher der Polizei in Koblenz am Samstag. Noch sei aber keine „Puppen-Mutti“ ausfindig gemacht worden.

Der Polizei zufolge hatte ein Helfer der Malteser aus dem niedersächsischen Georgsmarienhütte die Puppe in einem Gebüsch in Dernau an der Ahr entdeckt. Dabei handelte es sich um Michael Schulze, Zugführer des dortigen Malteser Hilfsdienstes. Er sei mit Kollegen auf einem rund 30-stündigen Einsatz in Dernau gewesen, dabei habe er am 31. Juli die Puppe gefunden.

Der Finder will die Puppe persönlich an die Puppen-Mutti übergeben

„Ich konnte sie nicht einfach da liegenlassen“, erzählte Schulze der Deutschen Presse-Agentur. Er sei selbst Vater und wisse, wie Kinder an Kuscheltieren oder Puppen hängen könnten.

Die Puppe sei dann im Auto der Malteser mitgefahren. „Sie war arg mitgenommen“, sagte Schulze. Nach seiner Rückkehr nach Niedersachsen habe er sie einige Tage später gereinigt, seine Schwiegermutter habe den Strampler der Puppe gewaschen. Er kündigte an: Wenn der Besitzer der Puppe bekannt sei, wolle er sie nicht einfach zurückschicken, sondern persönlich übergeben.