Ein Schwan mit einer schwarzen Socke über dem Kopf wurde in Lincolnshire geborgen. Lincolnshire Police/PA Media/dpa

Das ist übler als nur ein verspäteter Aprilscherz! Unbekannte haben im englischen Lincolnshire einem Schwan eine Socke über den Kopf gezogen. Die Polizei sucht den Tierquäler, dem nun hohe Strafen drohen.

Auf dem von der Polizei veröffentlichten Foto ist der Schwan zu sehen, wie er auf dem Catchwater Drain in Lincoln, in Lincolnshire auf dem Wasser schwimmt. In Dunkelheit und ohne die Chance, die fest sitzende schwarze Socke wieder loszuwerden. 

In einer Stellungnahme der Polizei hieß es: „Wir glauben, dass die Socke absichtlich über den Kopf gezogen wurde, weil sie sehr eng saß und sehr weit nach unten gezogen war. Das war kein Unfall! Hätte die Schwanenrettung nicht eingegriffen, dann wäre er wohl entweder verhungert oder erstickt.“

Tätern droht harte Strafe

Der Schwan konnte von Experten des Yorkshire Swan Rescue Hospitals gerettet werden, denn mit diesem Streich hätte das Tier längere Zeit leiden und auch sterben können. Die Nahrungsaufnahme gerade in der Zeit, in der Schwanenjunge aufgezogen werden, war unmöglich. 

Kate Burris ist Mitarbeiterin der britischen Tierschutzorganisation RSPCA, sie sagt: „Dieser unverantwortliche  Streich hätte schnell mit dem Tod des Schwans enden können.“ Hinzu käme, dass gerade Brutsaison sei – die Aktion hätte auch ernste Folgen für die Jungen des Tieres haben können. 

Sollten der oder die Täter gefasst werden, droht ihnen eine harte Strafe: Wildvögel sind in Großbritannien geschützt und dürfen nur mit Lizenz gefangen oder getötet werden. Bei einer Verurteilung drohen Tierquälern bis zu sechs Monate Gefängnis und/oder eine saftige Geldstrafe.