Bei Berberaffen kommt es im Frühjahr alljährlich zu Revierkämpfen. Foto: Imago/Karina Hessland

Viele Menschen haben ein Haustier - und freuen sich tierisch, wenn Hund oder Katze mal lustigen Unsinn fabrizieren. Doch das tun eben nicht nur Hunde und Katzen... Gleich mehrmals gab es am Montag spannende Ereignisse mit tierischen Hauptpersonen. Die skurrilsten Meldungen des Tages.

Hausschwein sorgt für Verkehrsbehinderungen

Ein ausgewachsenes Hausschwein hat in Friedland bei Neubrandenburg für Verkehrsbehinderungen gesorgt und seinem Halter polizeiliche Ermittlungen eingebracht. Wie eine Polizeisprecherin sagte, wurde das Tier am frühen Morgen an der Bundesstraße 197 im Stadtgebiet entdeckt. Die Beamten haben das Schwein zu einem Hof geleitet und dort unter anderem mit ihrem Frühstück längere Zeit „in Schach gehalten“, bis der Stadtbauhof da war und das Tier übernahm, wie die Sprecherin sagte.

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Ermittlungen ergaben, dass der private Tierhalter eigentlich früh mit zwei Schweinen zu einem Schlachter in der Region unterwegs war, dort aber nur mit einem Schwein angekommen sei. In der Region halten traditionell einige Haushalte Schweine oder andere Nutztiere, um sich darüber selbst mit Fleisch und Wurst zu versorgen. Ob das geflüchtete Tier dadurch seinem Schicksal ganz entgangen war, sei der Polizei aber nicht bekannt.

Ausgebüxte Affen beschäftigen die Polizei in Neustrelitz

Fünf ausgebüxte Berberaffen aus dem Tiergarten Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) haben am Montag auch die Polizei beschäftigt. Wie eine Polizeisprecherin sagte, stieß eine Streife am Vormittag auf die mobile Affengruppe gestoßen, als sie an einer Kleingartenanlage in der Nähe des Tiergartens unterwegs war. Die Beamten stellten fest, dass sich ein verletztes Tier auf einer Wiese befand und drei weitere Affen in der Nähe. Die Beamten scheuchten die Tiere zurück, auch der verletzte Affe machte sich davon.

Ein Grund könnten Rangkämpfe im Affenrudel sein. Zwar sei das Gehege auch mit Strom gesichert. Aber: „Wenn die Affen Angst vor ihren Artgenossen haben, ist der Stromschlag aber weniger wichtig“, sagte die Leiterin des Tiergartens, Constanze Köbing. „Ein weiterer Grund werden die frischen Knospen an den Pflanzen sein“, vermutete sie. Tierpfleger versuchten nun, die fünf Ausreißer über Futter in das Gehege zu locken, wo die Tiere vom Rest des Rudels isoliert werden sollen. „Nur so kriegen wir die Spannung aus der Gruppe.“  Inzwischen seien die „Flüchtlinge“ die meiste Zeit über wieder auf dem bewaldeten Zoogelände unterwegs, sollen aber noch eingefangen werden. Solche Rangkämpfe im Affenrudel gibt es jedes Jahr im Frühling. 

Forscher entdecken seit 100 Jahren verschollene Bienen

Eine seit fast 100 Jahren verschollene Bienenart ist erstmals wieder an der australischen Ostküste gesichtet worden. Der Forscher James Dorey von der Flinders University in Adelaide habe in den Bundesstaaten New South Wales und Queensland die bevorzugten Futterpflanzen der nur in Australien heimischen Bienenart Pharohylaeus lactiferus abgesucht und Proben genommen. Dabei habe er drei Populationen der seltenen Biene entdeckt. Zuletzt war das Insekt 1923 in Queensland dokumentiert worden.

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Damals waren drei männliche Exemplare im Hochland der Atherton Tablelands westlich von Cairns gefunden worden. Zuletzt hätten Insektenexperten die Möglichkeit ins Spiel gebracht, dass die Bienenart komplett ausgestorben sein könnte, so Dorey. Der Körper sei schwarz mit markanten weißen Gesichts- und Körpermarkierungen. Möglicherweise sei die Art deshalb so selten, weil ihr Lebensraum stark fragmentiert sei und sie wahrscheinlich auf wenige Wirtspflanzen spezialisiert sei. „Wenn wir diese wundervollen australischen Arten verstehen und schützen wollen, müssen wir das Biomonitoring und die Schutzbemühungen unbedingt ausbauen“, sagt Dorey laut Mitteilung der Flinders University.