Harvey  Weinstein  und seine Chefanwältin am 24. Februar auf dem Weg  zum Gericht. Foto: AFP

Sein plötzlicher Herzschmerz nach seiner Verurteilung wegen Vergewaltigung war wohl doch keine oscarreife Vorstellung – um sich dem Gang ins Gefängnis zu entziehen.

Jetzt wurde bekannt, dass Harvey Weinstein sich tatsächlich einer Herzoperation unterziehen musste. Doch kaum vom OP-Tisch runter, kam der 67-Jährige doch hinter Gitter. Laut „New York Post“ wurde dem ehemaligen Filmmogul im Bellevue Hospital in New York ein Stent eingesetzt, also eine Stütze zum Offenhalten von Gefäßen.

Lesen Sie auch: Jury spricht Harvey Weinstein schuldig

Krankenhaus statt Knast

Weinstein wurde am 24. Februar von der Jury in zwei von fünf Anklagepunkten schuldig gesprochen. Danach sollte er umgehend ins Gefängnis, doch auf dem Weg dorthin erlitt er Herzschmerzen und Bluthochdruck und wurde deshalb statt in den Knast direkt ins Krankenhaus gebracht. Zehn Tage war er dort, bis kurz nach der OP. Der 67-Jährige bekam nur einen halben Tag Zeit, um sich in einem Privatzimmer des Krankenhauses vom vierstündigen Eingriff zu erholen.

Als er stabil genug war, wurde er laut „Daily News“ sofort mit einem Krankenwagen auf die Krankenstation von Rikers Island überführt, der berüchtigten Gefängnisinsel vor New York City. Ein Insider wird zitiert: „Harvey ist sehr nervös, weil er keine Kontrolle mehr hat“. Das Strafmaß für den ehemaligen Hollywoodmogul wird am 11. März verkündet. Weinstein drohen zwischen fünf und 29 Jahre Haft.