Dominik Klos (40) trägt und zeigt Fotomasken als Mund-Nasen-Schutz in seiner kleinen Textildruckerei in Hamburg-Winterhude.  Foto: Christian Charisius/dpa

Eine Corona-Maske mit dem eigenen Antlitz, welch clevere Idee! Auf die kam man in einer kleinen Textildruckerei in Hamburg-Winterhude, die das in der Krise kaum noch vorhandene Geschäft jetzt mit lebensechten Fotomasken wieder ankurbelte. Die Mundpartie des Gesichts sei dabei eigens so aufgedruckt, dass es so aussieht, als habe der Träger gar keine Maske auf, erklärt Inhaber Dominik Klos der Deutschen Presse-Agentur. Der 40-Jährige hat mit dem Einfall für die Fotomaske vor fast zwei Wochen seine Mitarbeiter aus der Kurzarbeit holen können.

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„Ich arbeite gerade die Nächte durch, wir sind überrannt worden“, so Klos. Und nun rennen ihm sogar bekannte Persönlichkeiten die Türen ein. So hat sich Kiez-Größe Kalle Schwensen bereits zum zweiten Mal eine Maske abgeholt. „Wenn man sich schon maskieren muss, dann so“, sagte der 66-Jährige. „Ich bin ich. Ich brauche keine Blümchen. Das ist was für Jasmin Wagner. Ich bin Kalle Schwensen, und ich trage Kalle Schwensen. Das ist doch ganz klar.“ Außerdem wolle er sich von den Millionen anderen Menschen mit Mundschutz unterscheiden. Nun warte er nur noch darauf, dass er von jemandem darauf angesprochen wird, dass er angeblich ja gar keinen Mundschutz trage, sagte Schwensen lachend.

„Ich bin Kalle Schwensen, und ich trage Kalle Schwensen.“ Man muss schon genau hinschauen, um zu sehen, dass die Hamburger Kiez-Größe eine Maske trägt Foto: Ulrich Perrey/dpa

Auch das Musiker-Duo Klaus & Klaus hat bei den Fotomasken zugegriffen. „Endlich zaubert man sich selbst und anderen wieder ein Lächeln ins Gesicht“, so Claas Vogt. Und Klaus Baumgart ergänzt: „Das ist gerade jetzt in dieser unglaublich schwierigen Zeit so wichtig.“

Dominik Klos hat bei der Fertigung der Masken zwei Regeln: Zum einen dürfen nur neutrale Münder oder das eigene Gesicht als Vorlage genutzt werden. Und zum zweiten: „Wenn einer nur böse guckt, dann mach’ ich das nicht. Denn die Idee ist ja, dass die Leute unsere Maske positiv nutzen. Es gibt gerade genug mürrische Leute auf der Straße.“