Mit diesem Bild wirbt die Hamburger Firma für ihren Covid-19-Immunitätspass Foto: au-schein.de/PR

Die Politik debattiert noch darüber, ob es so etwas überhaupt geben sollte: Ein Covid-19-Impfpass. So ein Dokument könnte die Einreise in eine Touristen-Destination erleichtern, vielleicht den Einlass in Kinos und Restaurants regeln. Doch es gibt gewichtige Einwände: Denn wer so ein Dokument nicht zur Hand hat und nicht eingelassen wird, könnte sich diskriminiert fühlen. Deshalb erörtert noch der Ethikrat das Für und Wider eines solchen Dokuments.

Doch nun ist eine Hamburger Firma dreist vorgeprescht und bietet bereits einen solchen Immunitätspass an. 29 Euro als PDF, 37 Euro in der Papierversion soll das Dokument von au-schein.de kosten. Wer diesen Immunitätspass beantragt, benötigt allerdings zunächst einen lgG-Antikörpertest, den die Firma ebenfalls für 19 Euro anbietet. Der Impfpass ist in drei Sprachen ausgestellt und sei "weltweit nutzbar".

In einer Pressemitteilung bezieht sich au-schein.de sogar auf Gesundheitsminister Jens Spahn: "Andere Staaten planen bereits, die Einreise künftig von einem derartigen Immunitätsnachweis abhängig zu machen" sagte der CDU-Politiker - allerdings nicht über das au-schein.de-Dokument, sondern über einen möglicherweise irgendwann einmal existierenden offiziellen Immunitätsausweis. Dennoch preist die Firma ihr Produkt vollmundig an: So könnten Passinhaber "wieder angstfrei leben, ihre Großeltern besuchen und sorgloser weltweit reisen."