An der Fassade wurde ein alter, längs aufgeschnittener Ford Granada auf zwei Stützen angebracht.  Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Ein halbes Auto an einer Hauswand sorgt im südhessischen Brensbach für Ärger. Die Denkmalschutzbehörde ordnete an, das Auto an der Hausfassade abzuhängen, da es sich bei dem Haus um ein Kulturdenkmal handle und keine Genehmigung der Behörde vorgelegen habe. Das geht aus einem Schreiben der Behörde an den Hausbesitzer Matthias Hoffmann hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Hoffmann hatte das längs aufgeschnittene Auto im Frühjahr 2019 auf zwei Stützen direkt vor seiner Hauswand angebracht. „Die Kunststoffplatten sind ja kein schöner Anblick“, begründete Hoffmann seine Entscheidung. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Nach mehreren Gesprächen mit dem Bauamt sei er bereit gewesen, das Auto abzuhängen. Die Denkmalschutzbehörde verlangt bis zum 1. Oktober einen Nachweis darüber, wie aus einem weiteren Schreiben hervorgeht. „Aber jetzt kommen so viele Leute, die sich daran erfreuen“, sagt er. „Das ist für Brensbach doch was Positives, dann kann das Auto doch nichts Schlechtes sein.“ Deshalb wolle er das Auto hängen lassen, trotz Aufforderung der Denkmalschutzbehörde. Die Behörde wollte sich auf dpa-Anfrage nicht äußern, sie verwies auf das laufende Verfahren. Eine Sprecherin des Odenwaldkreises bestätigte nur, dass „eine Kommunikation zwischen dem Eigentümer des Hauses und der Denkmalschutzbehörde“ stattgefunden habe.