Rapper Haftbefehl bei einem Auftritt im Juni in einem Autokino in Hannover. Foto: Imago-Images/Torsten Gadegast

Am Donnerstagnachmittag meldete sich das Klinikum Darmstadt bei der Polizei, dass sich ein  Patient mit einer Schussverletzung ins Krankenhaus eingeliefert habe. Bei dem Mann soll es sich nach Informationen des „Hessischen Rundfunk“ („hr“) um Aykut Anhan handeln, besser bekannt ist der Rapper unter seinem Künstlernamen: Haftbefehl.

Wie der „hr“ weiter berichtet, soll sich der 34-jährige Offenbacher die Wunde selbst zugeführt haben, wie es heißt „aus Versehen“. Nach einem Aufenthalt im Bahnhofsviertel von Frankfurt am Main soll er sich unter Drogen- und Alkoholeinfluss selbst ins Bein geschossen haben. Die Verletzungen, die Haftbefehl erlitt sollen demnach schwer aber nicht lebensbedrohlich sein.

Ohne Namen zu nennen, bestätigte die Darmstädter Polizei in einer Pressemitteilung, dass am Donnerstag ein 34-Jähriger mit einer Schussverletzung im Bein im Krankenhaus vorstellig geworden sei. Gegenüber den Polizeibeamten habe sich der Mann „sehr unkooperativ“ verhalten. Die Ermittlungen wie und wo es zu der Verletzung kam, würden noch andauern. 

Um sich dem zu nähern hatte die Polizei am Donnerstagabend auch die Meldeanschrift des 34-Jährigen und eine Bar im Landkreis Darmstadt-Dieburg durchsucht. Beweismittel seien nicht gefunden worden. Nach welchen Beweisen die Polizei suchte, verriet sie nicht. 

Unklar ist auch, warum sich Haftbefehl, der sich die Verletzungen offenbar bereits in Frankfurt zufügte, erst in Darmstadt ins Krankenhaus ging. Laut „hr“ wird er weiterhin stationär behandelt. Auf seinem Instagram-Kanal ist es seit Donnerstag relativ ruhig. In seinen Storys wird derzeit nur für sein im Juni erschienenes Album „Das weiße Album“ geworben. Song daraus spielte er bereits auf Autokino-Konzerten in Mannheim und Hannover.

Ob durch die Verletzung sein noch ausstehendes Autokino-Konzert in Karlsruhe am 24. Juli gefährdet ist, steht noch nicht fest.