Filmemacher Armin Maiwald ist Autor und Miterfinder der „Sendung mit der Maus“. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Jedes Kind kennt die berühmten Lach- und Sachgeschichten der „Sendung mit der Maus“, seit Jahren ist das TV-Format ein riesiger Erfolg! In diesem Jahr feiert die Sendung ihren 50. Geburtstag – und Armin Maiwald, der Mit-Erfinder der Maus, enthüllte deshalb jetzt ein großes Geheimnis. Er verriet, was eigentlich kaum vorstellbar ist: Die Sendung wird vor dem Start NIE an Kindern getestet!

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In einem Interview wurde Maiwald genau das gefragt: Gibt es Test-Vorführungen? „Nein, nie. Von Anfang an nicht“, sagt er. „Das haben alle anderen gemacht, wir haben das nie gemacht. Wenn die Wirkung von solchen Filmen untersucht wird, findet das in einer unnatürlichen Umgebung statt, zum Beispiel in einer Gruppe und nicht zu Hause.“ Er habe dem nie großen Wert beigemessen. „Meine Kollegen glücklicherweise auch nicht.“

So lange dauerte der längste Film der „Sendung mit der Maus“

Er habe selbst nicht daran geglaubt, dass die Sendung mal so lange laufen würde. Denn anfänglich habe es Kritik gegeben, erzählt er. Am Anfang seien die Lach- und Sachgeschichten etwa noch ohne Text ausgekommen. „Wir haben damals auf Musik geschnitten. Das war dann auch einer der Kritikpunkte: Ihr benennt die Dinge nicht, ihr übergießt die Wirklichkeit mit einer rosaroten Soße aus Musik.“ Erst in der dritten Staffel sei der endgültige Stil gefunden worden.

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Und auch heute gibt es noch viel zu erklären. „Wir haben vor Jahren mal das Internet erklärt, damals gab es noch das Modem. Da müsste man heute eigentlich ein Update machen, weil es so nicht mehr funktioniert“, sagt Maiwald. „Die Welt verändert sich und damit verändern sich die Fragen der Kinder. Und damit verändern sich unsere Geschichten.“ Am längsten habe bisher der Film „Was macht eigentlich Vitamin C in meinem Körper?“ gedauert, insgesamt dreieinhalb Jahre. Denn: „Es gab damals nur zwei Experten auf dem Gebiet: einen in Johannesburg, einen in Tübingen. Wir haben natürlich den in Tübingen genommen, aber all die Proben zu nehmen und zu zeigen, wie sich Bakterien bewegen, das hat sehr viel Zeit gekostet“, sagt Maiwald.