Sollten Eltern von ihren Kindern Geld für die Miete verlangen? Eine Mutter in Großbritannien tut genau das. imago/YAY images

Eltern müssen für den Unterhalt ihrer Kinder sorgen, sie versorgen und ihnen ein Dach über dem Kopf bieten – doch es gibt auch völlig andere Lebensmodelle. Erst kürzlich berichtete der KURIER von einer Mutter, die ihrem Sohn Geld für Essen, Strom und W-Lan abnahm, um ihm den richtigen Umgang damit beizubringen. Und nun sorgt eine neue Geschichte für Wirbel: Eine Mutter in Großbritannien knöpft ihrer Teenie-Tochter (16) ebenfalls Miete ab. Hatte sie eine gute Idee oder ist sie eine Rabenmutter – was glauben Sie?

Geld verdienen mit bezahltem Praktikum – ein Grund für Miete?

Die Idee ihres Plans: Ihre Tochter werde bald 17 Jahre alt, schreibt die Frau in einem Mütter-Forum im Netz, berichtet die „Kreiszeitung“. Sie habe ein bezahltes Praktikum begonnen – und diese bringe ihr einen Jahresverdienst von 14.500 Pfund ein, umgerechnet 16.900 Euro. Doch ihre Tochter habe keine Ausgaben. Deshalb hätte Mama nun gern 50 Pfund wöchentlich für die Miete.

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Die Gegenleistung: „Dafür bekommt sie das gesamte Essen, die Wäsche gemacht, so viel heißes Wasser wie sie verbrauchen kann, Fahrservice wo auch immer sie hin will, immer wann sie möchte, täglich zur Arbeit und zurück (wir wohnen nicht in der Nähe einer Bushaltestelle) und alles andere“, schreibt die Mutter. Und fragt zugleich, ob sie sich mit der Forderung unangemessen verhalte.

Denn: Die Reaktion der Tochter fiel anscheinend überhaupt nicht begeistert aus. „Sie hat mir das Gefühl gegeben, die schlechteste Mutter der Welt zu sein, weil ich sie darum gebeten habe“, schreibt die Frau.  Doch die Reaktionen geben der Mutter Recht. „Du verhältst dich überhaupt nicht unangemessen“, heißt es in einem Kommentar. Ein anderer:  „Es ist an der Zeit, dass sie versteht, dass man Verantwortung übernehmen muss“ Und einige würden sogar noch mehr verlangen, geben sie in der Diskussion zu.

Mutter aus den USA verlangte von ihrem Sohn (7) Geld – mit Erfolg

Eine Mutter aus den USA hatte da eine andere Idee: Ihr Sohn konnte sich mit kleinen Aufgaben im Haushalt Geld verdienen. „Sollte er alles auf seiner Aufgabenliste erledigen, bekommt er einen Dollar pro Tag“, erklärte sie laut einem Bericht der Zeitung „The Sun“.  Am Ende des Monats bekommt Sohnemann dann eine Rechnung mit Posten, die er zu begleichen hat. Darunter Miete, Strom für sein Zimmer, Gebühren für Internet und sein iPad. Die Rechnungen begleicht er von seinem Geld, den Rest kann er behalten.

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Die Mutter hatte mit ihrer Aktion Erfolg. „Er versteht, dass er über den Monat zwei Geldbeträge hat, von denen er leben muss: Das Geld für die lebenswichtigen Ausgaben und sein Spaßgeld“, sagte sie „Es liegt in seiner Verantwortung, sein Geld zu kategorisieren und sich zu überlegen, was er wofür ausgeben will.“ Die Aktion habe ihm den Wert eines Dollars und Verantwortung beigebracht.