Die Langzeitfolgen einer Corona-Infektion sind noch nicht absehbar. Foto: Uwe Anspach/dpa

Auch ein halbes Jahr nach einer Corona-Erkrankung leidet ein Großteil der Betroffenen noch immer unter mindestens einem Symptom der Virus-Infektion.

76 Prozent der Corona-Patienten, die zwischen Januar und Mai in der chinesischen Stadt Wuhan im Krankenhaus behandelt wurden, hätten die Symptome der Krankheit auch sechs Monate nach ihrer Entlassung nicht vollständig überwunden, heißt es in einer am Samstag in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichten Untersuchung.

Lesen Sie auch unseren Corona-Newsblog >>

Es handelt sich um eine der ersten Langzeitstudien über die Folgen einer Corona-Erkrankung. Insgesamt 1655 ehemalige Patienten wurden dafür Monate nach ihrer Behandlung im Krankenhaus erneut untersucht. 1265 von ihnen klagten demnach weiter über mindestens ein Corona-Symptom. Am häufigsten nannten sie demnach Müdigkeit und Muskelschwäche. Viele klagten zudem über Schlafstörungen.

Lesen Sie auch: Bis zu 25.000 Euro Tagesumsatz: Schneller Test, schnelles Geld: Warum Testzentren in Berlin boomen

In der zentralchinesischen Millionenmetropole Wuhan war das Coronavirus Ende vergangenen Jahres erstmals aufgetreten. Die ersten Ansteckungen, die die WHO nachträglich als Corona-Infektionen einstufte, reichen bis zum 8. Dezember 2019 zurück. Seitdem hat sich der Erreger weltweit rasant ausgebreitet.