Polizei-Roboter im Einsatz am ausgebrannten Wohnkomplex. dpa/Roland Weihrauch

Nach dem verheerenden Großbrand in einem Wohnkomplex in Essen hat die Polizei einen Roboterhund ins Gebäude geschickt. Der vierbeinige Roboter soll bei der Ermittlung der Brandursache helfen, wie ein Sprecher der Polizei am Dienstag sagte. Die Polizisten könnten den ausgebrannten Block derzeit nicht betreten, weil Einsturzgefahr bestehe.

Der Roboterhund lief demnach im Erdgeschoss durch die Flure. Dort machte die Maschine vergleichbar mit einer Drohne Bildaufnahmen, anhand derer die Ermittler herausfinden wollen, was den Großbrand verursachte. Das Innenministerium hatte die neue Technologie erst kürzlich vorgestellt.

Die Wohnungsgesellschaft Vivawest zeigte sich bestürzt und sagte den rund hundert ausquartierten Mietern der ausgebrannten Wohnungen Unterstützung zu. „Wir sind tief betroffen und wünschen den verletzten Mietern baldige Genesung“, erklärte Vivawest-Chef Uwe Eichner am Montag. Demnach will das Unternehmen die Hotelkosten der Betroffenen übernehmen und einen Hilfsfonds auflegen.

Mit dem 35 Kilogramm schweren Laufroboter wird das einsturzgefährdete Gebäude nach dem Ende der Löscharbeiten erkundet. imago/Reichwein

Bei dem Großbrand in einem Wohnkomplex in der Essener Innenstadt waren in der Nacht zu Montag drei Menschen verletzt worden. Ersten Erkenntnissen zufolge war zunächst ein Feuer auf einem Balkon ausgebrochen, das sich dann angefacht durch Sturmtief „Antonia“ über die Fassade ausbreitete. Die Feuerwehr war mit mehr als 150 Kräften vor Ort. Der Einsatz zog sich über rund zwölf Stunden. Die Bewohner des Wohnblocks wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht.