Die Deutschen produzieren immer größere Mengen Müll. (Symbolbild)
Die Deutschen produzieren immer größere Mengen Müll. (Symbolbild) dpa/Bernd Weißbrod

Wir produzieren Müll und Abfall ohne Ende. Am Montag wurde vom Statischen Bundesamt in Wiesbaden ein neuer Müll-Rekord vermeldet. 2021 wurden pro Kopf 483 Kilogramm Abfälle eingesammelt – sechs Kilogramm mehr als im ersten Corona-Jahr 2020. Bei diesen sechs Kilogramm handelt es sich fast ausschließlich um Bioabfälle.

Die Gesamtmenge bei den Haushalten stieg 2021 auf 40,2 Millionen Tonnen Abfälle. Das war ein Anstieg um 1,5 Prozent im Jahresvergleich und der höchste Wert seit Beginn der Erhebung 2004.

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Den größten Anteil machte im vergangenen Jahr der Rest- oder Hausmüll mit rund 33 Prozent aus. Dahinter folgten die getrennt gesammelten Wertstoffe (rund 31 Prozent), zu denen unter anderem Papier, Pappe, Plastik- und Metallverpackungen sowie Glas zählen. Die Bioabfälle machen den Angaben zufolge rund 28 Prozent aus. Der Sperrmüll kam auf einen Anteil von rund acht Prozent und sonstige Abfälle wie beispielsweise Batterien und Farben auf weniger als ein Prozent.

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Biomüll-Anteil gestiegen

Deutliche Zuwächse gab es den Statistikern zufolge beim Biomüll: Hier lag das Pro-Kopf-Aufkommen bei 134 Kilogramm, das waren sechs Kilo mehr als 2020. Das Sperrmüllaufkommen wuchs um drei Kilo auf 37 Kilogramm pro Person.

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Wertstoffe – dazu gehören etwa Papier, Plastik und Glas – wurden weniger eingesammelt. Hier gab es ebenso wie bei den Hausmüllmengen einen leichten Rückgang. Das Pro-Kopf-Aufkommen bei den Wertstoffen sank um drei Kilo auf 149 Kilogramm. Beim Rest- oder Hausmüll waren es 159 Kilogramm pro Kopf und damit ein Kilo weniger als im Vorjahr.