Ghislaine Maxwell gilt als rechte Hand des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Foto: AFP/Laura Cavanaugh and Handout

Sie soll nicht nur Jeffrey Epstein minderjährige Mädchen zum Sex besorgt haben, sie soll beim sexuellen Missbrauch selbst mitgemacht haben. Das behauptet jetzt eine Frau bei „Fox News“, die angibt, als Minderjährige „mehr als 20 oder 30 Mal“ von Ghislaine Maxwell vergewaltigt worden zu sein.

Die 43-Jährige, die nicht mit Namen genannt wird, will 1991 in Florida von der Lebensgefährtin des pädophilen Milliardärs angeworben worden sein: „Ghislaine hat mich mit einer großen Modelkarriere geködert. Sie hat mich auf Shopping-Touren mitgenommen und mir Louis-Vuitton-Handtaschen gekauft.“ Dann begann für die 14-Jährige die sexuelle Tortur: „Ich war Jungfrau und Maxwell hat mich mit ihren Fingern und Sexspielzeugen penetriert, um mich auf Epsteins Vergewaltigungen vorzubereiten. Sie hat mir gesagt, sie will nur helfen, weil Epstein wütend war, dass ich dauernd geblutet habe. Sie hat mich trainiert, es richtig zu machen.“

Staatsanwältin Audrey Strauss präsentiert nach der Festnahme Ghislaine Maxwells erste Ermittlungsergebnisse. Foto: AP/John Minchillo

Der sexuelle Missbrauch sei weitergegangen, bis sie zwei Jahre später von Epstein schwanger wurde. Ihr schwerreicher Peiniger organisierte eine Abtreibung. Das mutmaßliche Opfer erhebt schwere Vorwürfe gegen Maxwell: „Sie ist genauso abgrundtief böse wie Jeffrey Epstein. Sie hat mich auch vergewaltigt!“

Laut des Berichts habe Maxwell geglaubt, sie habe ihren Großeltern von der Abtreibung erzählt. Zur Strafe sei sie dann von Maxwell, Epstein und anderen gruppenvergewaltigt wurden: „Ich wurde unter Drogen gesetzt. Ghislaine war mit dabei.“ Hinterher habe ein Fahrer sie nackt im Vorgarten ihrer Großeltern aus dem Auto geworfen: „Er hat mir gesagt, dass ich das nächste Mal nicht lebendig nach Hause kommen würde.“ Maxwell habe später eine weitere Drohung ausgesprochen, „und meine Familie bedroht, wenn ich meine Klappe nicht halten würde“.

Laut der Staatsanwaltschaft verdiente sich Maxwell als Epsteins „Zuhälterin“ eine goldene Nase. Nach der Verhaftung der 58-Jährigen kam durch die Anklageschrift heraus, dass sie 15 Bankkonten hat. Auf diese soll Epstein zwischen 2007 und 2011 insgesamt 20 Millionen Dollar überwiesen haben.

Dieses Foto zeigt Ghislaine Maxwell mit Prinz Andrew und der damals 17-jährigen Virginia Roberts. Foto: picture alliance/John Minchillo

Maxwell wurde am Donnerstag vom FBI festgenommen. Die Ermittler erhoffen sich von ihr Aufklärung über das gesamte Netzwerk Epsteins und darüber, ob prominente ehemalige Weggefährten des Multimillionärs wie Prinz Andrew, Donald Trump oder Bill Clinton auch in den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen verstrickt sind.