Besitzerin Helen Macdonald und Alpaka Geronimo stehen im Biosicherheitsstall auf der Shepherds Close Farm.  dpa/Ben Birchall

Sie radikalisieren sich für ein ansteckendes Alpaka! Dutzende Unterstützer wollen in England das Alpaka Geronimo vor der staatlich angeordneten Einschläferung schützen. Etwa 30 Alpaka-Züchter, Anwohner und Aktivisten bewachten rund um die Uhr ihren Hof im westenglischen Dorf Wickwar – so lange es nötig sei, sagte Züchterin Helen Macdonald der Zeitung The Sun (Dienstag). „Wir haben jetzt unsere eigene Miliz aufgestellt und werden die nächsten 25 Tage durchhalten. Sie werden Geronimo nicht töten.“ Selbst Straßensperren und Barrikaden zum Schutz des Anwesens seien denkbar, sagte sie.

Gericht hatte Geronimos Einschläferung angeordnet

Alpakazüchterin Andrea Crips (M.) und ihre Mitstreiter fordern „Gerechtigkeit für Geronimo“. dpa/Ben Birchall

Ein Gericht hatte sich am Donnerstag hinter die Entscheidung des britischen Umweltministeriums gestellt, dass das Tier wegen einer Erkrankung mit der ansteckenden Rindertuberkulose getötet werden muss, und hatte der Regierung dafür 30 Tage Zeit gegeben.

Züchterin Macdonald und ihre Unterstützer sind der Ansicht, dass die verwendeten Tests fehleranfällig sind. Sie fordern, einen angeblich genaueren Bluttest durchzuführen.

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Das lehnt Umweltminister George Eustice aber ab. Die Zeitung Daily Mail berichtete nun, dass auch die Behörden Zweifel an den verwendeten Tests hätten. So hätten Obduktionen von vier Alpakas und fünf Lamas, die wegen Rindertuberkulose eingeschläfert wurden, ergeben, dass die Tiere gar nicht erkrankt gewesen seien.