Queen Elizabeth kommt an der Seite ihres Sohnes Prinz Andrew in die Westminster Abbey in London zur Trauerfeier für ihren verstorbenen Gatten Prinz Philip. AFP/Richar Pohle

Mit Spannung war erwartet worden, ob Queen Elizabeth bei der Gedenkfeier für ihren verstorbenen Ehemann Prinz Philip dabei sein würde. Und tatsächlich: Die 95-jährige Monarchin kam, gestützt auf einen Gehstock – und auf den Arm ihres Sohnes Andrew. Was für eine Überraschung! Ein Auftritt mit Symbolkraft.

Denn für Prinz Andrew (62) war dies der erste öffentliche Auftritt seit langem, nachdem er sich nach einer Klage wegen sexuellen Missbrauchs weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte. Mit einem millionenschweren Deal hatte er die Zivilklage gegen sich abgewendet. Nun die deutliche Botschaft der Queen: Seht her, ich halte zu meinem Zweiältesten – trotz des Skandals.

Anders jedoch als Thronfolger Prinz Charles und andere Royals kamen die Queen und Sohn Andrew durch einen Seiteneingang in die Kirche Westminster Abbey in London.

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Die Queen steht demonstrativ zu ihrem Sohn

Es war der erste größere öffentliche Auftritt der Queen seit ihrer Corona-Infektion. Die britische Königin hatte zuletzt wiederholt gesundheitliche Probleme. Im Oktober musste sie sogar eine Nacht im Krankenhaus verbringen. Seitdem ließ sie sich nur noch selten in der Öffentlichkeit sehen.

Im Februar steckte sich die 95-Jährige dann mit dem Coronavirus an. Sie litt nach Angaben des Buckingham-Palastes zwar nur unter „leichten“ erkältungsartigen Symptomen, nahm seitdem aber nur einige wenige offizielle Termine auf Schloss Windsor wahr.

Für Prinz Andrew war der Trauergottesdienst für seinen Vater Prinz Philip offenbar die passende Gelegenheit, sich wieder öfffentlich zu zeigen. In der Westminster Abbey nahm Andrew nun neben seinem jüngeren Bruder Prinz Edward in der ersten Reihe Platz. Sein älterer Bruder Prinz Charles, dessen Frau Camilla, seine Schwester Prinzessin Anne und die Königin saßen ebenfalls in der ersten Reihe, aber in einer anderen Bank.

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Harry und Meghan kamen nicht zur Trauerfeier

Nach dem Ende des Gedenkgottesdienstes verlassen Prinz William und Herzogin Kate mit ihren Kindern George und Charlotte die Westminster Abbey. dpa/Matt Dunham

Prinz William und Herzogin Kate kamen mit ihren Kindern Prinz George und Prinzessin Charlotte in die Kirche. Nicht angereist war Prinz Harry, der in den USA lebende Enkel der Queen. Im Boulevard-Blatt Sun hatte eine Royals-Expertin dem 37-Jährigen vorgeworfen, mit seiner Absage die Queen zu brüskieren. Offenbar wolle Harry im Streit um Polizeischutz für sich und seine Frau Meghan bei Großbritannien-Besuchen den Druck auf das Königshaus erhöhen.

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Prinz Philip war nach 73 Ehejahren mit der Queen am 9. April 2021 kurz vor seinem 100. Geburtstag gestorben. Seine Beerdigung war von der Corona-Pandemie überschattet gewesen. Die Bilder der trauernden und wegen der Corona-Restriktionen allein auf einer Bank in der St.-George-Kapelle von Schloss Windsor sitzenden Königin gingen um die Welt.

Bei dem feierlichen Gottesdienst in der Westminster Abbey wurden nun Gebete und Musikstücke vorgetragen, die Philip vor seinem Tod selbst für seine Trauerfeier ausgewählt hatte. Gewürdigt wurde vor allem die Wohltätigkeitsarbeit des Herzogs von Edinburgh.

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Auch bei der Trauerfeier für Prinz Philip:  Königin Margrethe II. von Dänemark und Beatrix, ehemalige Königin der Niederlande, dahinter Königin Maxima  und König Willem-Alexander der Niederlande, rechts neben ihnen Albert Fürst von Monaco. Im Hintergrund: König Felipe und Königin Letizia von Spanien. dpa/Mischa Schoemaker

Unter den 1800 Gästen waren neben der britischen Königsfamilie auch andere europäische Royals, darunter Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia, der schwedische König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia sowie der niederländische König Willem-Alexander mit seiner Frau Máxima und seiner Mutter Beatrix. Auch britische Politiker wie Premierminister Boris Johnson, Außenministerin Liz Truss und Oppositionsführer Keir Starmer waren dabei.