Fritz Wepper hat den Krebs besiegt! imago images/Sven Simon

Nach einer Tumor-OP vor einem Jahr lag Fritz Wepper monatelang im Koma. Im Dezember konnte er das Krankenhaus verlassen. Nun verkündet er die gute Nachricht: „Der Krebs ist besiegt, auch die Metastasen sind dank Infusionen rückläufig. Ich bin dem lieben Gott sehr dankbar, bete auch jeden Tag.“ Zu seinem aktuellen Befinden sagt Wepper im Promi-Magazin Bunte: „Ich fühle mich körperlich und seelisch wohl. Meine Frau und meine Kinder haben mir so viel Kraft gegeben. Ihre Liebe hat mich gerettet. Noch bin ich auf einen Rollstuhl angewiesen, versuche aber, selbst wieder gehen zu können.“

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Angst vor dem Lebensende hat Wepper nicht. Er sagt: „Dass ich irgendwann sterben werde, habe ich akzeptiert. Aber das Wie bereitet mir Sorgen. Niemand wünscht sich ein qualvolles Ende.“ Sollte es bei ihm soweit sein, hat er vorgesorgt, nicht nur mit einem Testament.

„Beerdigt werden möchte ich in meinem schwarzen Kimono, den ich zum Meditieren trage“, schreibt er in der Autobiografie. Dazu ein buddhistisches Armband mit hölzernen Perlen. „Beides Symbole des Loslassens.“ Auch seine letzte Ruhestätte steht fest: Das Familiengrab in München. Dieses besucht er auch hin und wieder.

In der ARD-Serie „Um Himmels Willen“ spielten sich Schwester Hanna (Janina Hartwig, l.) und Bürgermeister Wöller (Fritz Wepper, r.) in die Herzen der Zuschauer. ARD/Barbara Bauriedl

Fritz Wepper lag nach Tumor-OP wochenlang im Koma

Geboren wurde Wepper im Kriegssommer 1941. Knapp drei Jahre später kam sein Bruder Elmar auf die Welt – eine enge Beziehung bis heute. „Wenn er nicht mein Bruder wäre, wäre er mein bester Freund“, stellt Wepper in seiner kürzlich erschienenen Autobiografie „Ein ewiger Augenblick“ klar. „Mutti überschüttete uns mit Liebe“, schreibt Wepper. Doch es gab auch einen Schatten: Der Vater blieb im Krieg, gefallen nach seinem letzten Heimatbesuch Weihnachten 1944.

Mit elf Jahren kam Wepper zur Schauspielerei im Kinderstück „Peter Pan“. Ein paar Jahre später folgte der international gefeierte Antikriegsfilm „Die Brücke“ von Bernhard Wicki. Träume von Hollywood zerschlugen sich. Berühmt wurde Wepper dennoch, vor allem mit zwei Rollen: Als Kommissars-Assistent Harry Klein in der ZDF-Krimiserie „Derrick“ und als intriganter Bürgermeister Wolfgang Wöller in der ARD-Serie „Um Himmels Willen“, die im Frühjahr nach rund 20 Jahren endete. Auch sein Bruder Elmar wurde Schauspieler.

Wepper kennt viele illustre und bekannte Leute. Er feierte schon mit Leopold Prinz von Bayern, tanzte mit Schwedens Königin Silvia und verstand sich mit der US-Schauspielerin Liza Minelli, die er beim Dreh des Musicals „Cabaret“ kennenlernte. Mit Iris Berben drehte er 1968 den Krimi „Der Mann mit dem Glasauge“. „Wir sahen uns ab und zu und wie das eben so ist, waren wir plötzlich mehr als nur Kollegen“, schreibt er in seinem Buch. Zusammen seien sie nicht wirklich gewesen. „Aber wenn wir uns trafen, dann war das sehr erfreulich.“