Dakota Johnson spielte in der Verfilmung des Romans „Fifty Shades of Grey“ die weibliche Hauptrolle.  Imago 

Ihr Roman „Fifty Shades of Grey“ veränderte Ehen, jetzt hat E. L. James, die eigentlich Erika Leonard heißt, ein neues Buch geschrieben. Ihr sechster Roman „Freed“ (zu Deutsch: „Befreit“)  schoss sofort auf die Bestsellerliste. 

In Bunte spricht die Autorin nun über ihre eigene Ehe. Beim Schreiben habe sie sich manchmal Rat von ihrem Ehemann geholt. 

„Er war zur Stelle, um mir das Mysterium der Männer zu erklären, die mir manchmal noch ein Rätsel sind. Meiner Erfahrung nach kümmern sich Männer nicht um Dinge, die sie nicht als relevant erachten.“ Sie verallgemeinere nicht gerne, aber glaube, dass Frauen lieber Entscheidungen diskutieren und durchdenken, ehe sie sie treffen. Männer hingegen machten kein großes Aufhebens, reagieren entschieden, weil sie dächten, das zeige Willensstärke.

E. L. James ist seit 34 Jahren verheiratet und glaubt an die große Liebe. „Ich bin sehr glücklich, diese gefunden zu haben. Wahre Liebe ist, wenn man das Leben genießt, Liebe und Sex mit der Person hat, die einen liebt, die jeden Schabernack mitmacht und dich zum Lachen bringt.“ 

Das Geheimnis einer guten Ehe

Ihr Ratschlag, um den Partner glücklich zu machen? „Arbeitet an eurer Liebe. Hört zu! Hört zu! Und: Hört zu! Wenn es schwierig wird, liebt eure Partnerin oder euren Partner noch mehr. Aber steht immer auch für euch selbst ein. Ein bisschen Selbstzweifel ist gesund. Ein guter Partner hält eine Beziehung nie für selbstverständlich.“

Als Sex-Expertin würde sich die 58-Jährige aber nicht bezeichnen. „Meine Bücher sind keine Anleitung für besseren Sex. Was ich sagen kann: Als ich die Bücher geschrieben habe, hat es meinen Mann und mich zu neuen, schönen Orten geführt …“ Das Schreiben habe sie sicherer gemacht in dem, was sie wolle und was ihr gefalle. „Und ich glaube, meinen Leserinnen geht es genauso. Das ist eine gesunde Einstellung für das Leben, die Liebe und auch für guten Sex.“

Sind Sie eine Feministin? 

Auf die Frage, ob sie sich selbst als Feministin bezeichnen würde, antwortet James: „Absolut.“ Im Feminismus gehe es um Gleichheit und Respekt für die Belange der Frauen. Ihre Bücher seien eine Art von Feminismus: „Sie handeln von der weiblichen Lust, die in unserer Gesellschaft zu oft übergangen wird. Feministinnen haben schließlich auch erotische Fantasien.“