Eine giftige Aruba-Klapperschlange (Symbolbild).
Eine giftige Aruba-Klapperschlange (Symbolbild). Roland Weihrauch/dpa

Drama in Niedersachsen: Eine 35-jährige Frau schwebt nach dem Biss einer Klapperschlange in Lebensgefahr. Die Frau war in ihrer Wohnung in Sehlde (Landkreis Wolfenbüttel) am Sonntag von ihrer eigenen Klapperschlange in den Finger gebissen worden, teilte die Polizei mit.

Die 35-Jährige kam zunächst in ein Krankenhaus in Salzgitter, ihr Zustand verschlechterte sich jedoch und sie wurde in die Medizinische Hochschule Hannover verlegt. Dort wurde ein Gegenserum aus dem Tropeninstitut in Hamburg angeliefert.

Die Frau hält laut Polizei etwa 70 bis 80 Schlangen. Die Beamten schalteten die Umweltbehörde und das Veterinäramt Wolfenbüttel ein.

Der Giftapparat der Klapperschlangen besteht aus den relativ langen Giftzähnen im Oberkiefer und den Giftdrüsen, die im Kopf hinter den Augen lokalisiert sind. Zwischen den Zähnen und den Drüsen verläuft ein Kanal. Die Giftzähne sitzen wie bei allen Vipern am Vorderende des Oberkiefers und werden im Ruhezustand nach hinten in den Mundraum eingeklappt. Die genaue Zusammensetzung des Giftes der Klapperschlangen ist bis heute nicht bekannt und variiert zwischen den Arten.

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Klapperschlangen haben ihren natürlichen Lebensraum in ganz Amerika von Kanada bis Argentinien, wobei allerdings in vielen Gebieten nur wenige Arten zu finden sind. Die meisten Arten sind in Mexiko anzutreffen, hier leben 24 von den bekannten 29 Arten, und zwölf Arten findet man ausschließlich in diesem Land.