Ratten als Haustiere. (Symbolbild)
Ratten als Haustiere. (Symbolbild) Eibner/IMAGO 

Manche halten sie als Haustiere und kuscheln mit ihnen, aber viele stehen den Nagern mit dem langen nackten Schwanz auch ziemlich skeptisch gegenüber. Ganz anders eine Frau in Rheinland-Pfalz. Bei ihr herrschte wohl ein ziemliches Gewimmel, denn sie hielt zu Hause gleich ein ganze Ratten-Bataillon.

Die Tierhorterin lebte mit gut 800 Ratten in einem Einfamilienhaus im Norden des Bundeslandes. Vor einigen Tagen befreite dann das Veterinäramt 400 Tiere aus dem Haus in Wissen an der Sieg (Kreis Altenkirchen). Bei einem erneuten Einsatz am Dienstag wollten die Behörden, unterstützt von privaten Tierschutzinitiativen, weitere rund 400 Tiere bergen, sagte ein Kreissprecher. Das Amt war durch Hinweise von Nachbarn auf den Fall aufmerksam geworden. Sie hatten sich wegen Geruchsbelästigung beschwert.

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Schlimmer Fall von „Tiersammel-Sucht“

Man gehe von „Animal Hoarding“ oder „Tiersammel-Sucht“ aus, erklärte der Sprecher. Die Besitzerin glaube, die Situation unter Kontrolle zu haben und sehe nicht ein, dass sie restlos überfordert sei. Initiativen wie die „Notfallratten Rhein-Ruhr“ und der Deutsche Tierschutzbund kümmerten sich um die Nager, versorgten sie tiermedizinisch und vermittelten sie bundesweit an andere Pflegestellen oder Tierliebhaber. Etliche Ratten seien trächtig. Es werde geprüft, ob ein Verfahren gegen die Frau eingeleitet wird.

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