Das Verhaftungsfoto von Magaret Cirko Polizei

Für ein US-Gericht ist das Coronavirus wie eine Bombe. Wer damit droht, macht sich wegen terroristischer Drohungen strafbar. So wie eine Frau aus Hanover Township (US-Bundesstaat Pennsylvania), die dafür jetzt mindestens für ein Jahr hinter Gitter muss. Magaret Cirko hatte in einem Supermarkt auf frisches Gemüse gespuckt und gehustet.

Waren im Wert von 35.000 Euro zerstört

Der Vorfall hatte sich bereits am Anfang der Pandemie im März 2020 ereignet. Cirko hatte im Gerrity’s Supermarkt im Hanover Township die Aufmerksamkeit der anderen Kunden und Mitarbeiter durch ihr durchgeknalltes Verhalten auf sich gezogen. Sie hustete, ohne die Hand vor den Mund zu halten, auf Waren in der Back- sowie Gemüse- und Obstabteilung und brüllte: „Ich habe das Virus und ihr alle werdet krank werden.“

Der Supermarkt, in dem Cirko auf frisches Gemüse hustete. Google Maps

Als sie ein Mitarbeiter aufforderte, den Laden zu verlassen, weigerte sie sich. Laut Polizeibericht versuchte sie dann, noch ein 12er-Pack Bier zu stehlen. Die Polizei verhaftete sie später wegen versuchten Diebstahls. Supermarkt-Besitzer Joe Fasula gab später an, dass er Waren im Wert von 35.000 Dollar wegwerfen musste.

Cirko, die negativ auf COVID-19 getestet wurde, hatte sich laut ihres Anwalts nur „einen Streich erlauben wollen.“ Zudem sei sie stark angetrunken gewesen. Anstatt eine langjährige Gefängnisstrafe zu riskieren, bekannte sich die 37-Jährige vor Gericht schuldig und entschuldigte sich: „Ich wünschte, ich könnte es ungeschehen machen!

Nur dass der Richter den Antrag von Cirkos Anwalt Thomas Cometa auf eine Bewährungsstrafe glatt ablehnte: „Ihr Verhalten war völlig abscheulich.“ In der Urteilsbegründung gab der Jurist an, dass für ihn „Körperflüssigkeiten wie eine biologische Bombe“ seien und lebensgefährlich. Weshalb er Cirko für mindestens 1 Jahr und höchstens 2 Jahre ins Gefängnis schickte und ihr dazu eine Geldstrafe von 30.000 Dollar aufbrummte.