„Impfen statt Schimpfen“ steht auf dem kleinen Aufkleber an der Fensterscheibe eines Geschäfts (Symbolbild). Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Diese Frau hat echt ‘nen Schuss… Laut Polizei hatte Christina Blair einen anderen Autofahrer beschimpft, mit einer Wasserflasche beworfen und dann mit einer Pistole bedroht. Der Grund für ihr verrücktes Verhalten: Gabriel Chavez hatte einen Aufkleber am Auto, dass er geimpft ist.

Chavez hatte zu Protokoll gegeben, dass die durchgeknallte Impfgegnerin hinter ihm immer wieder gehupt und ihm fast bis auf die Stoßstange aufgefahren waren. Als sie zu einer roten Ampel kamen, warf Blair eine Plastik-Wasserflasche auf Chavezes Wagen und brüllte ihn an. Worauf dieser beschloss, sich der Verrückten zu entziehen und rechts abzubiegen. Nur dass er versehentlich den Rückwärtsgang einlegte und Blairs vordere Stoßstange eindellte.

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Christina Blair wurde nach ihrem Angriff von der Polizei verhaftet. Polizei

Impfgegnerin rastete wegen Aufkleber aus

Chavez fuhr daraufhin rechts ran, um Versicherungsinformationen auszutauschen. Als er aus dem Auto stieg, erwartete ihn die Beleidigungen brüllende Blair, die plötzlich eine Waffe aus der Seitentür zog, diese entsicherte und auf Chavez zielte. Dieser sprang zurück in seinen Wagen, gab Vollgas und rief im Davonfahren die Polizei.

Anhand der Security-Kamera einer Drogerie, vor der Chavez gehalten hatte, konnte das Nummernschild und die Identität von Blair ermittelt werden. Die Autohändlerin versuchte sich herauszureden, dass sie sich von Chavez bedroht und sie ihre Waffe aus Notwehr gezogen hatte. Das Video widerlegte die Version der Ereignisse. Im Verhör gab sie laut Polizei später zu, dass der „Geimpft“-Aufkleber sie wütend gemacht hatte.

Der Haftrichter entschied, dass die 33-Jährige bis zu ihrem Prozess wegen „Bedrohung mit einer tödlichen Waffe“ in Untersuchungshaft bleiben muss. Als Gefahr für die Öffentlichkeit. Denn Blair ist bereits mehrfach wegen Körperverletzung und gewalttätigen Verhaltens vorbestraft.