In diesem Baptisten-Bethaus infizierten sich Dutzende Menschen. Foto: dpa/Sebastian Kramer

Sicherheitsabstand beim Restaurantbesuch und Desinfektionsspender im Gottesdienst: In der Theorie klingen die Verhaltensregeln nach den Corona-Lockerungen klar und eindeutig. Doch nach zwei Zusammenkünften haben sich in Hessen und Niedersachsen Dutzende Menschen infiziert.

Nach Angaben von Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) infizierten sich nach dem Gottesdienst in einer Kirchengemeinde der Baptisten in Frankfurt mindestens 107 Menschen mit dem Coronavirus. Die Menschen lebten ersten Erkenntnissen zufolge in Frankfurt und drei hessischen Landkreisen. Der Gottesdienst war bereits vor rund zwei Wochen. Die meisten hätten sich nicht bei sondern nach dem Gottesdienst zu Hause angesteckt, sagte Frankfurts Leiter des Gesundheitsamts, René Gottschalk, zu den Fällen in seiner Stadt. Mehr als 40 der 107 Infizierten lebten in der größten hessischen Stadt.

Wie viele Besucher zu dem Gottesdienst gekommen waren, war zunächst nicht bekannt. Es seien aber alle Regeln eingehalten worden, hieß es von der Gemeinde. Es habe Desinfektionsmittel gegeben, der vorgeschriebene Abstand sei beachtet worden.