Feuerwehrkräfte versuchen, das Feuer an der Butts Canyon Road unter Kontrolle zu bringen. Nach heftigen Unwettern mit mehr als 12.000 Blitzeinschlägen haben Brände im US-Bundesstaat Kalifornien bis Sonntag rund 4000 Quadratkilometer Land verwüstet. Foto: AP/dpa/Noah Berger

Tausende Feuerwehrleute versuchen, die in Kalifornien wütenden Großfeuer zu löschen. Ihr Einsatz wurde nun von etwas kühlerem Wetter unterstützt. 

Nach Angaben von Gouverneur Gavin Newsom wüteten in dem US-Bundesstaat zu Wochenbeginn insgesamt etwa 625 Wald- und Buschbrände. Kalifornien wird seit über einer Woche von einer Vielzahl Brände heimgesucht. 

Mehr als 100.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, mehr als hundert Gebäude brannten nieder, weitere rund 100.000 Gebäude und Anlagen wurden von Flammen bedroht. Etwa 485.00 Hektar Fläche wurden bisher von den Bränden vernichtet.

Der nördlich von San Francisco tobende Brand mit dem Namen „LNU Lightning Complex“ konnte nach Angaben der Behörden bis Montagnachmittag (Ortszeit) zu 22 Prozent unter Kontrolle gebracht werden. Der sogenannte SCU Lightning Complex südöstlich von San Francisco war demnach zuvor zu etwa zehn Prozent eingedämmt worden.

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Mehr als zwei Dutzend Waldbrände lodern im US-Bundesstaat Kalifornien. Waldbrände in Kalifornien haben Tausende Menschen aus ihren Häusern getrieben. 
Foto: AP/dpa/Noah Berger/

In ihrem Kampf gegen die Flammenmeere kam den rund 14.000 Feuerwehrleuten zugute, dass die neuen Stürme mit Blitzeinschlägen weniger wild waren als befürchtet und die Temperaturen etwas sanken. Die von der Vielzahl von Bränden ausgehenden Gefahren blieben allerdings weiterhin groß.

Auslöser der Feuer sind zum großen Teil tausende Blitzeinschläge. Busch- und Waldbrände haben in dem bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Experten machen hierfür den Klimawandel mitverantwortlich. Beim folgenschwersten Brand in der kalifornischen Geschichte waren im November 2018 in Nordkalifornien 86 Menschen gestorben.