Zwei Fliegen der neuen Art Potamophylax Coronavirus. dpa/Halil Ibrahimi

Das Coronavirus wird eine Ära prägen, wenn auch keine gute. Noch haben wir den Kampf gegen das Virus nicht gewonnen. Und wenn es so weit ist, werden die Aufräum- und Nachsorgearbeiten noch mindestens genauso lange dauern. Long-Covid-Patienten müssen zurück ins Leben finden, Kleinunternehmer und Angestellte ihre Existenzen wieder aufbauen. Die Spuren, die die Pandemie hinterlässt, sind tief. Eine nicht ganz so schmerzhafte ist nun im Tierreich zu finden. Forscher im Kosovo haben eine neu entdeckte Fliegenart nach dem Covid-19-Erreger benannt.

Potamophylax coronavirus wurde bereits vor einigen Jahren in einem Nationalpark des Landes entdeckt. Wissenschaftlich beschrieben haben die Forscher die Köcherfliegen-Art aber erst während der Pandemie-bedingten Quarantäne, berichten sie im Fachmagazin Biodiversity Data Journal.

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Der Name erinnert an die schwere Zeit, soll aber auch auf eine andere Pandemie aufmerksam machen: die Verschmutzung und Zerstörung wertvoller Süßwasser-Lebensräume im Kosovo. Zahlreiche Flüsse seien vor allem durch den Bau und Betrieb von Wasserkraftwerken in ihrer ökologischen Funktion bedroht, schreiben die Wissenschaftler, auch der Fluss, an dessen Ufern P. coronavirus entdeckt wurde.

Köcherfliegen haben ihren Namen von den Wohnröhren, in denen die Larven vieler Arten heranwachsen.