Ob Sie auf diesen Burger oder eher auf Salat stehen, lässt sich angeblich an Ihrem Ringfinger ablesen. Foto: Imago/Emica Elvedji

Es ist nicht immer nur eine Frage von Disziplin oder einer aus moralischem Antrieb heraus gewählten fleischlosen Ernährung, wenn Menschen einen knackigen Salat einem saftigen Burger vorziehen. Norwegische Forscher wollen herausgefunden haben, dass es eine Veranlagung zu einer bestimmten Ernährung gibt. Und die lässt sich angeblich einfach an der Länge der Finger ablesen.

Forscher der Universität Agder kamen nach ihren Untersuchen zu dem Schluss, dass sich zwei Gruppen bilden lassen: Diejenigen, bei denen Ring- und Zeigefinger ungefähr gleich lang sind: das Team Burger. Und diejenigen, deren Zeigefinger länger ist als der Ringfinger: die Salat-Fraktion. Die Forscher nannten es jedoch anders, sprachen bei der ersten Gruppe von vermeintlich maskulinem Essen, wozu sie eben Burger, aber auch Steak und harten Alkohol zählten, und vermeintlich femininem Essen wie Salat, Shrimps und Weißwein. 

Grundlage der Studie ist die schon seit längerem bekannte Annahme, nach der das Längenverhältnis von Ring- und Zeigefinger Aufschluss darüber gibt, wie hoch der Testosterongehalt im Mutterleib war. Vereinfacht: Je länger der Ringfinger, umso mehr Testosteron war da im Spiel. Zudem waren alle Probanden vor dem Versuch hungrig, damit bewusste oder individuelle Entscheidungen verringert wurden.

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Vor dem eigentlichen Versuch teilte dann eine Vergleichsgruppe verschiedene Lebensmittel und Gerichte auf einer Skala von 1 (vermeintlich feminin) bis 7 (vermeintlich maskulin) ein. Danach sollten 216 Menschen aus China die Lebensmittel auswählen, auf die sie jetzt so richtig Lust hatten. Dass unter den Probanden 108 Frauen und 108 Männer waren, war für die Studie an sich aber nicht entscheidend. Denn die Auswahl wurde nicht mit dem biologischen Geschlecht abgeglichen, sondern lediglich mit dem Verhältnis der Finger.

Und da kamen die Forscher zu einem eindeutigen Ergebnis: Wer zu der Gruppe mit etwa gleich langen Ring- und Zeigefingern gehört, wählt, wenn er Hunger hat, eher maskulin gelesene Lebensmittel und Gerichte und andersherum.