Der falsche William Ladd als Flugbegleiter Facebook

Über drei Jahre lang arbeitete William Ladd als Flugbegleiter für United Airlines und flog um die Welt. Bis er bei einem Zwischenaufenthalt im George Bush Intercontinental Airport von Houston durch eine neue, automatisierte Passkontrolle ging – die ihn als „mögliche Falschidentität“ nicht passieren ließ. Zu Recht. Denn William Ladd war bereits 1979 im Alter von 6 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

Beim Verhör mit der Bundesspolizei beharrte der Airlines-Mitarbeiter laut „NBC News“ darauf, William Ladd zu sein. Er zeigte seine Hochzeitsurkunde und belegte, dass er seinen Pass bereits sechs Mal seit 1998 verlängert hatte. Worauf die Beamten ihm die Sterbeurkunde von William Ladd vorlegten und ein Bild von dessen Grab in Alabama.

Identitäten-Schwindel flog auf

Als auch Ladds Mutter Debra Lynn Hays in einer eidesstattlichen Erklärung schwor, dass es sich nicht um ihren Sohn handeln kann, gab der falsche Ladd seinen Identitäten-Schwindel zu. Laut der Staatsanwaltschaft mit den Worten: „Ich hatte einen Traum und der ist jetzt ausgeträumt. Nun muss mich der Realität stellen!“

Der falsche Ladd heißt in Wirklichkeit Ricardo Cesar Guedes und ist gebürtiger Brasilianer. Laut Behörden war er Mitte der 90er Jahre illegal in die USA gekommen und hatte 1998 die falsche Identität angenommen. Mit der konnte er nicht nur die amerikanische Passbehörde täuschen, er kaufte sich sogar ein Haus in Houston. Auch sein Arbeitgeber United Airlines fand bei einem Background-Check keine Ungereimtheiten.

Guedes sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Der 49-Jährige muss sich wegen Identitätsbetrugs, Passfälschung und falscher eidesstattlicher Aussagen vor US-Behörden vor Gericht verantworten.