Elbe (Symbolbild) dpa/Peter Gercke

Ein selbstgebautes Floß auf der Elbe bei Lenzen (Prignitz) mit fünf Menschen an Bord hat am frühen Montagmorgen für einen Feuerwehreinsatz gesorgt. Nach Polizeiangaben meldeten Zeugen, dass das Floß manövrierunfähig sei, bereits eine Schifffahrtsboje gerammt hätte und zu kentern drohe. Die Feuerwehr sichtete das Floß etwa 500 Meter nördlich der Fähre Lenzen, ließ Boote zu Wasser und barg fünf Menschen und einen Hund.

Dabei hatte das Abenteurer-Floß  die Schifffahrt auf der Elbe behindert und Behörden in drei Bundesländern beschäftigt.

Das Floß war den Angaben zufolge aus Metalltonnen und einer darauf befindlichen ebenen Plattform errichtet worden. Zwar hatte es einen Außenbordmotor, entsprach aber mit seiner Ausstattung nicht den Sicherheits- und Rettungsvorschriften, wie die Polizei mitteilte. So fehlten etwa Warnwesten, Schwimmwesten, Beleuchtung und eventuelle Navigation. Einen Bootsführerschein konnte keiner der Hobbyschiffer vorweisen. Die Gruppe wollte mit dem Floß Richtung Hamburg fahren.

Die Weiterfahrt wurde den Passagieren – einer Frau und vier Männern aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt – untersagt. Woher das Floß kam und wie lange es bereits unterwegs war, sei unklar.