Der Wald brennt im Nationalpark Sächsische Schweiz, doch Ortschaften sind bislang nicht bedroht.
Der Wald brennt im Nationalpark Sächsische Schweiz, doch Ortschaften sind bislang nicht bedroht. dpa/Robert Michael

Unfassbar: Feuerwehr und Einsatzkräfte tun alles, um den Waldbrand in der Sächsischen Schweiz einzudämmen – bislang mit Erfolg: Ortschaften sind nicht von dem Feuer bedroht. Doch nun verbreiten sich Falschnachrichten, die Anwohner offenbar gezielt verunsichern. Wer steckt dahinter?

Das Landratsamt in Pirna hat vor Falschmeldungen im Zusammenhang mit dem Waldbrand im hinteren Teil der Sächsischen Schweiz gewarnt. Konkret geht es um Behauptungen, dass Wohngebäude evakuiert werden müssten. Es sei weiterhin keine Evakuierung erforderlich, teilte die Behörde am Mittwochmittag mit. Die Lage in den Brandgebieten bleibe weiterhin angespannt, sei jedoch nicht außer Kontrolle. Die Bevölkerung wurde gebeten, Falschmeldungen nicht weiter zu verbreiten. Wer diese Fake News aus welchen Gründen verbreitet hat, ist unklar. Thomas Kunz, Pressesprecher des Landratsamts Pirna stellte gegenüber dem Berliner Kurier klar, es habe sich um Gerüchte gehandelt, auf die man reagiert habe.

Unterdessen sorgt sich die Tourismusbranche um Stornierungen und vorzeitige Abreisen von Urlaubsgästen. Der Tourismusverband Sächsische Schweiz stellte am Mittwoch klar, dass nur ein kleiner Teil des Elbsandsteingebirges von den unmittelbaren Auswirkungen betroffen sei. Zwar dürfe momentan der Wald in der gesamten Sächsischen Schweiz nicht betreten werden. Aber nahezu alle Freizeiteinrichtungen blieben geöffnet.

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Hotelier warnt vor „Stornokatastrophe“ nach Waldbrand

Tino Richter, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz, empfahl, die Tage bis zur Aufhebung des Betretungsverbotes zu nutzen und eine der vielen Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Fahrten mit Dampfschiffen und Booten auf der Elbe seien genauso möglich wie Radtouren auf dem Elberadweg, ein Besuch der Felsenbühne Rathen oder der Festung Königstein. Auch im Umfeld gebe es Burgen und Schlösser, bei denen sich ein Besuch lohne, sagte er auf Anfrage.

Hotelier Uwe Henkenjohann, der mehrere Einrichtungen in der Sächsischen Schweiz betreibt, wandte sich am Mittwoch mit einem eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit. Es wäre verheerend, wenn nach der Brandkatastrophe nun eine „Stornokatastrophe“ über die Region hereinbreche. Nach zwei Corona-Jahren habe es „erste zarte Pflänzchen Hoffnung“ gegeben. „Lassen Sie uns jetzt bitte nicht im Stich, wo die Not gerade wieder am Wachsen ist, so mein Appell an die vielen Gäste, die aus dem gesamten Bundesgebiet bereits gebucht haben und nach wie vor herzlich herbeigesehnt werden“, sagte Henkenjohann.

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